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Masterplan – „Metalmorphosis“ Review: Wieder da, aber nicht stehen geblieben

Masterplan kehren nach langer Studio-Pause mit einem Album zurück, das die alte Power-Metal-DNA bewahrt, aber härter, bissiger und spürbar entschlossener klingt.



Albumcover Metalmorphosis Review - Masterplan

Tracklist:

1. Chase The Light

2. Electric Nights

3. Shadow Man

4. Bound To Fall

5. Pain Of Yesterday

6. Metalmorphosis

7. Through The Storm

8. Ghostlight

9. The Call

10. Rise Again (Album Version)



Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2026

Label: Frontiers Music Srl

Genre: Power Metal / Melodic Metal


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Fazit der Redaktion:

„Metalmorphosis“ ist ein überzeugendes Comeback-Album, das Masterplans klassische Power-Metal-DNA kraftvoll in die Gegenwart trägt. Die Band verbindet eingängige Melodien, druckvolle Riffs und eine erwachsene Dramatik zu Songs, die sofort greifen und lange nachwirken. Gerade nach der langen Pause klingt dieses Album erstaunlich frisch, fokussiert und lebendig.


Die Produktion gibt dem Material den nötigen Schub, ohne die melodische Stärke der Band zu überdecken. „Metalmorphosis“ wirkt geschlossen, energisch und mit hörbarer Spielfreude umgesetzt. Für Fans ist das eine Rückkehr, die die Wartezeit mehr als rechtfertigt: melodisch, kraftvoll und rundum gelungen.




Was bekommen wir auf die Ohren?


Eine Rückkehr mit Gewicht

Seit „Novum Initium“ aus dem Jahr 2013 ist viel Zeit vergangen. Genau diese lange Pause hängt über dem Album, aber nicht als Last. Eher als zusätzlicher Druck, endlich wieder etwas abzuliefern, das mehr ist als ein nostalgisches Lebenszeichen.


Roland Grapows Aussage, „Metalmorphosis“ stehe für Veränderung und bleibe zugleich dem Geist von Masterplan treu, trifft den Kern ziemlich gut. Das Album klingt sofort nach dieser Band, versucht aber nicht bloß, frühere Glanzmomente nachzustellen.

Die Gitarren haben mehr Muskeln, die Produktion wirkt bissiger, und trotzdem bleiben die großen Melodien das Zentrum.


Licht suchen, Licht jagen

„Chase The Light“ eröffnet mit fast sechs Minuten und macht direkt klar, wohin die Reise geht. Der Song trägt diese typische Masterplan-Mischung aus melodischem Power Metal, dramatischer Weite und schwereren Gitarren in sich.



„Electric Nights“ geht danach direkter nach vorn. Der Song klingt moderner, kompakter und treibender. Hier zeigen Masterplan, dass sie nicht nur auf große Dramaturgie setzen, sondern auch schnell auf den Punkt kommen können. „Shadow Man“ rückt anschließend die dunklere Seite der Platte in den Vordergrund und gibt dem Album etwas mehr Schwere.



Alte Wunden, neue Kraft

„Bound To Fall“ und „Pain Of Yesterday“ bilden die emotionale Mitte des Albums.

Hier geht es um Scheitern, alte Verletzungen und die Frage, wie viel Vergangenheit man mit sich trägt, selbst wenn man längst weitergehen will.


Rick Altzi passt sehr gut zu diesem Material. Seine Stimme hat genug Kraft für die großen Refrains, aber auch genügend Rauheit für die schwereren Momente. Er klingt nicht wie ein Sänger, der nur möglichst hoch hinaus will, sondern wie jemand, der den Songs auch etwas Geerdetes geben kann.


Roland Grapows Gitarrenarbeit bleibt dabei sofort erkennbar.

Präzise, melodisch, technisch sauber, aber nicht kalt.

Gerade in diesen Songs zeigt sich, wie wichtig seine Handschrift für Masterplan ist.


Der Titeltrack als Programm

„Metalmorphosis“ bündelt das Konzept des Albums am deutlichsten.

Masterplan verwandeln sich, aber sie werfen nicht ihre Haut komplett ab.



Die bekannten Zutaten sind weiterhin da:

hymnische Refrains, Keyboardflächen, treibende Rhythmik, Gitarrenmelodien und

ein Sinn für große Bögen.


Der Unterschied liegt eher im Tonfall. Die Band klingt weniger glatt, etwas kantiger und insgesamt körperlicher. Das tut dem Album gut. „Metalmorphosis“ fühlt sich nicht an wie ein Versuch, die Vergangenheit zu konservieren, sondern wie ein Update mit Respekt vor dem eigenen Fundament.


Durch den Sturm

„Through The Storm“ führt das Motiv des Durchhaltens weiter.

Der Titel klingt nach klassischem Power-Metal-Vokabular, funktioniert aber, weil Masterplan solche Themen nicht halbherzig spielen. Der Song hat Drive, Melodie und genug Druck, um nicht zur bloßen Durchhalteparole zu werden.


„Ghostlight“ bringt danach eine geisterhafte, leicht melancholische Atmosphäre ins Spiel. Das Stück lockert den Albumfluss auf und zeigt noch einmal eine andere Farbe. Gerade solche Momente helfen „Metalmorphosis“, nicht nur aus starken, aber ähnlich gebauten Power-Metal-Songs zu bestehen.


„The Call“ als epischer Mittelpunkt

Mit über acht Minuten ist „The Call“ der längste Song des Albums und der epische Mittelpunkt der zweiten Hälfte. Hier dürfen Masterplan ihre progressive Seite stärker ausspielen. Der Aufbau ist größer, die Dynamik breiter, die Stimmung ernster.



Der Song wirkt wie ein Stück, in dem die Band noch einmal alles zusammenführt:

Dramatik, Melodie, Schwere und den Wunsch, mehr zu sein als nur ein

weiterer solider Genretitel.


Nicht alles daran ist völlig überraschend, aber „The Call“ hat genug Substanz,

um seine Länge zu rechtfertigen.


Aufstehen als Schlusswort

„Rise Again“ beendet das Album folgerichtig. Der Titel sagt ziemlich klar, worum es am Ende geht. Masterplan wollen nicht einfach als bekannter Name weiterlaufen.


Sie wollen wieder klingen, als hätten sie noch etwas vor.


Das gelingt.


Natürlich bewegt sich „Metalmorphosis“ in einem vertrauten Rahmen.

Wer mit melodischem Power Metal grundsätzlich wenig anfangen kann,

wird hier nicht plötzlich bekehrt.


Aber innerhalb dieses Rahmens liefern Masterplan ein fokussiertes, stark gespieltes

und angenehm wuchtiges Album.


Bandfoto Masterplan 2026
©Patric Ullaeus

Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)


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