The 69 Eyes – „I Survive“ Review: Die Vampire bleiben wach
- Redaktion

- vor 15 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Vier Songs, 14 Minuten und kein unnötiges Gerede: The 69 Eyes liefern eine kurze EP, die genau weiß, wo sie hingehört, nämlich zwischen Nachtclub, Lederjacke und dunklem Rock’n’Roll.

Tracklist:
1. I Survive (ft. Steve Stevens)
2. Cold Sweat
3. In The Misery
4. Devil’s Rose (ft. Ed Mundell)
Veröffentlichungsdatum: 05. Juni 2026
Label: BLKIIBLK Records
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Fazit der Redaktion:
„I Survive“ ist eine kurze, stilsichere Goth-Rock-EP mit starkem Titelsong, gelungener
Thin-Lizzy-Hommage und genug Charme, um Fans zuverlässig abzuholen.
Was bekommen wir auf die Ohren?
The 69 Eyes liefern eine kurze EP, die genau weiß, wo sie hingehört, nämlich zwischen Nachtclub, Lederjacke und dunklem Rock’n’Roll.
The 69 Eyes brauchen auf „I Survive“ nicht viel Zeit, um wieder in ihrer eigenen Welt anzukommen. Vier Songs, knapp 14 Minuten, fertig. Das klingt erst mal wenig, reicht den Helsinki Vampires aber völlig, um ihre bekannte Mischung aus Goth Rock, Glam-Attitüde und sleazigem Hard Rock sauber auf den Punkt zu bringen.
Der Titel wirkt nach all den Jahren fast wie ein kleines Bandmotto. The 69 Eyes haben überlebt, weil sie nie versucht haben, ihre eigene Dunkelheit gegen irgendeinen Trend einzutauschen.
Sie klingen auch 2026 nach The 69 Eyes:
tief gesungene Nachtmusik, Gitarren mit Schmutz unter den Fingernägeln
und diese gewisse Coolness, die man nicht lernen kann, wenn man sich zu sehr anstrengt.
Der Titelsong „I Survive“ geht direkt mit großer Geste los. Steve Stevens gibt dem Stück zusätzliche Gitarrenprominenz, und das passt erstaunlich gut. Der Song bekommt dadurch etwas mehr Hard-Rock-Kante, ohne den typischen The-69-Eyes-Sound zu verlieren.
Jyrki 69 steht mit seiner tiefen Stimme ohnehin sofort im Zentrum.
Nach ein paar Sekunden weiß man, welche Band hier spielt.
„Cold Sweat“ ist dann die erwartbare, aber gelungene Überraschung.
Thin Lizzy zu covern kann schnell nach Pflichtübung klingen, hier funktioniert es aber.
The 69 Eyes respektieren den 80er-Rock-Geist des Originals, ziehen den Song aber weit genug in ihren eigenen Goth’n’Roll-Kosmos.
Das ist keine radikale Neuinterpretation, eher eine gute, knackig produzierte Verbeugung.
„In The Misery“ zeigt die melancholischere Seite der EP. Der Song rückt näher an den vertrauten dunklen Kern der Band heran und nimmt etwas Tempo aus dem Ganzen.
Nicht spektakulär, aber stimmungsvoll genug, um der EP mehr Tiefe zu geben.
Zum Abschluss bringt „Devil’s Rose“ mit Ed Mundell noch einmal mehr Gitarrendreck und Wüstenstaub mit. Das tut dem Sound gut und verhindert, dass alles zu sehr im gleichen Schatten steht.
Natürlich ist „I Survive“ kein großes neues Kapitel. Dafür ist die EP zu kurz und zu sehr auf bekannten Wegen unterwegs. Wer eine echte Weiterentwicklung erwartet, wird hier nicht viel finden. Aber als kleiner Zwischenruf funktioniert das sehr ordentlich. The 69 Eyes klingen nach sich selbst, und zwar auf eine Weise, die nicht müde wirkt.
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