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Grand - „Guilty Pleasure“ - Review

Schwedischer AOR mit viel Glanz, großen Refrains und genug Druck, um nicht nur nach Achtziger-Tapete zu klingen.


Albumcover Guilty Pleasure - Grand - Review

Tracklist:

1. Wild Heart

2. Guilty Pleasure

3. Have A Little Faith In Me

4. Coldhearted

5. Party Galore

6. Still So beautiful

7. I'm Ready

8. Undo

9. Amelie

10. Beggin'

11. Love Me Or Leave Me



Veröffentlichungsdatum: 21. August 2026

Label: Frontiers Music Srl

Genre: AOR / Melodic Rock


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Fazit der Redaktion:

Wer mit großen Refrains, klarer Produktion und gepflegter Melodic-Rock-Ästhetik grundsätzlich wenig anfangen kann, wird hier vermutlich nicht bekehrt.


Grand spielen diese Musik mit Können, Geschmack und einem feinen Gespür für Balance.


Die neue Fünferbesetzung tut dem Sound hörbar gut. Bass, Drums und Keyboards wirken nicht wie später hinzugefügte Schichten, sondern wie echte Bestandteile einer Band.


„Guilty Pleasure“ ist dadurch voller, selbstbewusster und lebendiger als ein

bloßes Retro-Album.


„Guilty Pleasure“ ist ein starkes AOR-Album mit viel Melodie, sauberer Produktion

und einigen wirklich treffsicheren Refrains.


Fans von skandinavischem Melodic Rock bekommen hier sehr ordentliches Futter.



"Große Refrains, starke Melodien und hörbar mehr Leben:

Guilty Pleasure zeigt Grand als echte Band und skandinavischen AOR in überzeugender Form."



Was bekommen wir auf die Ohren?


Grand machen auf „Guilty Pleasure“ gar nicht erst so, als müssten sie ihre Liebe zu AOR, Achtziger-Pop und Melodic Rock verstecken. Warum auch? Große Chöre, warme Keyboards, klare Gitarrenlinien und Refrains mit viel Licht gehören hier zum Fundament.


Der Unterschied zu manch anderer Genreplatte liegt darin, dass Grand diesen Sound nicht nur auf Hochglanz bringen, sondern ihn mit hörbarer Freude spielen.


Das Album klingt hell, direkt und sehr bewusst gebaut, aber nicht leblos. Man merkt, dass hier Musiker am Werk sind, die ihre Vorbilder kennen, sich aber nicht wie eine reine Erinnerungskapelle anfühlen wollen.


„Guilty Pleasure“ lebt von diesem Spagat:

genug Achtziger-Gefühl für die Seele, genug moderner Druck für die Gegenwart.


Ein Einstieg mit offenem Fenster

„Wild Heart“ eröffnet das Album mit genau jener Mischung, die Grand besonders gut liegt. Die Keyboards schimmern, ohne alles weichzuzeichnen, die Gitarren bleiben präsent,

und Mattias Olofsson singt mit einer klaren, offenen Stimme,

die in diesen melodischen Rockkosmos passt.



Der Titeltrack „Guilty Pleasure“ setzt noch einen drauf. Schon der Name passt ziemlich gut zu dieser Platte: Ja, diese Musik will groß sein. Ja, sie will schön sein. Ja, sie will ins Ohr.



Und nein, sie entschuldigt sich nicht dafür. Gerade diese Selbstverständlichkeit macht den Song sympathisch. Grand wissen, dass AOR manchmal nah am Pathos gebaut ist, aber sie ziehen es mit genug Charme durch.


Gefühl ohne Zuckerschicht

„Have A Little Faith In Me“ nimmt etwas Tempo heraus und gibt Olofssons Stimme mehr Raum. Der Song ist emotional, aber nicht überladen. Diese Balance ist wichtig, denn gerade im AOR kann ein Schritt zu viel schnell nach zu viel Sirup schmecken.


Grand bleiben hier angenehm geschmackvoll.


Mit „Coldhearted“ kommt danach mehr Biss ins Album.

Jakob Svenssons Gitarrenarbeit ist hier mehr als Verzierung. Sie gibt dem Song Kante und sorgt dafür, dass die saubere Produktion nicht alles abrundet. Genau solche Momente tun „Guilty Pleasure“ gut, weil sie zeigen, dass Grand nicht nur auf schöne Flächen setzen, sondern auch Druck aufbauen können.


Party, Ballade und Melodic-Rock-Handwerk

„Party Galore“ ist der leichteste Moment der Platte. Der Song will Spaß machen, nicht tief graben, und das ist völlig in Ordnung. Nicht jeder Track muss die Welt erklären.

Manchmal reicht eine Nummer, die sich breit grinsend in den Raum stellt

und drei Minuten gute Laune verteilt.


Danach wird „Still So Beautiful“ größer und gefühlvoller.

Grand können Ballade, weil sie Melodie nicht mit Stillstand verwechseln. Der Song bleibt in Bewegung, statt nur auf Atmosphäre zu setzen.


„I’m Ready“ gehört anschließend zu den stärkeren Stücken der zweiten Hälfte:

energisch, sauber arrangiert und mit einem Refrain,

der schon beim ersten Hören hängen bleibt.


Die cinematische Seite

„Undo“ und „Amelie“ zeigen Grand von ihrer etwas cineastischeren Seite.

Maja Thoréns Keyboards geben den Songs Atmosphäre und Tiefe, ohne sich nach vorne zu drängen. Gerade dadurch wirken diese Stücke rund. Sie sind nicht nur Füllmaterial zwischen den offensichtlicheren Refrainnummern, sondern tragen zur Farbe des Albums bei.


„Beggin’“ bringt gegen Ende noch einmal mehr Dramatik ins Spiel,

bevor „Love Me Or Leave Me“ das Album kompakt und klassisch abschließt.


Der Schluss erfindet nichts neu, aber er passt. Kein unnötiges Ausfransen, kein überlanger Abgang, sondern ein sauber gesetzter letzter Haken.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)


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