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Shakra - „Just Live Loud!“ Review

Schweizer Hardrock mit breiter Brust: vertraut im Kern, härter im Zugriff und erstaunlich frisch im langen Atem.


Albumcover - Just Live Loud - Shakra - Review

Tracklist:

1. Let The Show Begin

2. Wasteland Warriors

3. Just Live Loud!

4. Left Outside Alone (Feat. Seraina Telli)

5. Demon Of The Night

6. Legends Never Die

7. Lost Generation

8. When We Were Young

9. Another Day In The Universe

10. New Tattoo

11. High Above The Storm

12. Screaming Silence

13. Left Outside Alone (Solo Version)



Veröffentlichung: 4. September 2026


Label: Frontiers Music Srl

Genre: Hard Rock / Melodic Hard Rock


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Fazit der Redaktion:

„Just Live Loud!“ bleibt klar am Shakra-Kernsound, aber genau darin liegt diesmal seine Stärke. Die Band weiß, was sie kann, und spielt diese Stärken mit

beeindruckender Frische aus.


Die Produktion drückt, die Gitarrenarbeit ist stark, die Refrains sitzen, und Mark Fox trägt die Songs mit einer rauen, melodischen Präsenz, die dem Album enorm guttut.


Besonders „Wasteland Warriors“, „Just Live Loud!“, „Left Outside Alone“, „New Tattoo“, „High Above The Storm“ und „Screaming Silence“ stechen heraus. Shakra bleiben sich treu, wirken aber nicht stehengeblieben.


Nach über 30 Jahren Bandgeschichte klingt „Just Live Loud!“ wie ein Album,

das nicht nur Fans zuverlässig abholt, sondern auch zeigt,

wie lebendig klassischer Melodic Hard Rock 2026 noch sein kann.



"Just Live Loud! zeigt Shakra druckvoll, melodisch und voller Spielfreude

– klassischer Hard Rock, der 2026 erstaunlich frisch klingt."



Was bekommen wir auf die Ohren?


Shakra sind keine Band, bei der man lange rätseln muss, wofür sie stehen.

Europäischer Hardrock, breite Gitarren, kernige Stimme, große Refrains und keine unnötigen Verrenkungen: Das ist seit Jahren ihr Revier.


„Just Live Loud!“ hält genau daran fest, klingt dabei aber erstaunlich wach, kraftvoll und inspiriert. Nach über drei Jahrzehnten Bandgeschichte ist das mehr als nur ordentlich.


Die Platte wirkt nicht wie ein Versuch, sich künstlich zu verjüngen. Shakra bauen lieber auf das, was sie können, geben der eigenen Formel aber spürbar mehr Druck, mehr Kontur

und mehr Entschlossenheit. Die Songs stehen fest auf dem Boden, die Produktion

schiebt kräftig, und Mark Fox klingt so präsent, als hätte er jeden Refrain noch

einmal persönlich aufgeladen.


Gerade diese Mischung aus Erfahrung, Feuer und melodischer Sicherheit hebt

„Just Live Loud!“ deutlich über solide Genrepflege hinaus.


Der Vorhang geht auf

„Let The Show Begin“ eröffnet das Album mit über fünf Minuten Spielzeit recht ausführlich.


Die Nummer setzt nicht nur auf Lautstärke, sondern auf klassisches Spannungsgefühl. Schwere Riffs, melodische Linien und Mark Fox weit vorne im Mix bringen sofort dieses Shakra-Gefühl zurück, ohne dass der Song altbacken wirkt.


„Wasteland Warriors“ zieht danach härter an und gehört zu den ersten echten Ausrufezeichen der Platte. Die Band zeigt hier ihre Nähe zu altem europäischem

Hard & Heavy besonders deutlich, bleibt aber melodisch genug, um sofort zu greifen.

Das ist schnörkellos, aber keineswegs stumpf. Die Gitarren haben Biss, der Refrain sitzt, und die leicht endzeitliche Atmosphäre gibt dem Song eine starke eigene Farbe.


Spätestens hier merkt man: Shakra liefern nicht einfach ab, sie brennen.




Laut Leben

Der Titeltrack „Just Live Loud!“ bringt die Grundidee der Platte am griffigsten zusammen.


Natürlich geht es um Lautstärke, aber nicht nur. Der Song handelt auch davon, aus der eigenen Bremse herauszugehen, Dinge nicht ewig aufzuschieben und das Leben nicht auf halber Lautstärke laufen zu lassen.


Das hätte leicht platt wirken können, funktioniert hier aber richtig gut, weil Shakra den Song mit echter Überzeugung spielen. Kurze Spielzeit, direkter Refrain, ordentlich Zug nach vorne: Live dürfte das eine sichere Bank werden.


Der Song ist kein tiefes Manifest, aber ein verdammt wirkungsvoller Tritt

gegen die innere Handbremse.



Ein Cover mit überraschend viel Leben

Überraschender ist „Left Outside Alone“ mit Seraina Telli.


Anastacias Hit als Shakra-Version hätte problemlos daneben gehen können. Stattdessen funktioniert das Duett erstaunlich stark, weil die Band den Song nicht einfach nachspielt, sondern ihn überzeugend in den eigenen Hardrock-Kontext zieht.


Mark Fox bringt die rauere Kante, Seraina Telli setzt Schärfe und Glanz dagegen.

Gerade dieses Zusammenspiel gibt der Version Leben.


Die Solo-Version am Ende der Platte ist ordentlich, aber die Duettfassung hat klar mehr Spannung, mehr Reibung und mehr Charakter. Sie wirkt wie mehr als ein Bonus-Gag, eher wie ein echter Album-Höhepunkt.


Zwischen Druck und Gefühl

„Demon Of The Night“ führt zurück auf härteres Terrain und hält den Gitarrendruck hoch. Danach nimmt „Legends Never Die“ etwas Tempo heraus und zeigt die gefühlvollere Seite der Band, ohne zur reinen Ballade zu zerfallen. Shakra können solche Songs, weil sie Pathos mit genug Bodenhaftung verbinden und nie vergessen, dass auch große Gefühle ein gutes Riff vertragen.


„Lost Generation“ und „When We Were Young“ gehören zu den klassischen Shakra-Momenten: viel Rhythmus, saubere Gitarren, Refrains mit breiter Schulter. Das ist nicht neu gedacht, aber so souverän und treffsicher gemacht, dass es kaum stört. Gerade „When We Were Young“ bringt eine leicht nostalgische Farbe hinein, ohne kitschig zu werden.


Kleine Ausreißer tun gut

„Another Day In The Universe“ hält das Niveau, bevor „New Tattoo“ mit leichtem Boogie-Rock-Einschlag angenehm aus der Reihe tanzt. Genau solche Songs tun dem Album gut.


„New Tattoo“ klingt locker, lebendig und weniger nach Pflichtprogramm. Die Nummer bringt etwas Bewegung in eine Platte, die sonst oft mit breitem Stand nach vorne marschiert.


„High Above The Storm“ geht danach wieder größer und melodischer zur Sache. Der Song bringt mehr Pathos mit, funktioniert aber hervorragend, weil Shakra den Refrain nicht zu weich werden lassen. Hier zeigt sich erneut, dass die Band ihre melodische Seite nicht verstecken muss, solange die Gitarren genug Gewicht behalten.


Ambitionierter Abschluss

Mit „Screaming Silence“ kommt zum Schluss der längste und ambitionierteste Track des Albums. Acht Minuten sind für Shakra-Verhältnisse kein kleiner Schritt, und die Band nutzt den Raum überzeugend. Der Song braucht einen Moment, belohnt aber mit guter Dynamik, starken Gitarrenpassagen und einem etwas weiteren Spannungsbogen.


Als Abschluss des regulären Albums ist das deutlich mutiger als ein weiterer kompakter Drei-Minuten-Rocker. Shakra dehnen hier ihre bekannte Sprache aus, ohne sich komplett neu zu erfinden. Genau das passt zu „Just Live Loud!“: Die Band bleibt erkennbar sie selbst, gönnt sich aber an den richtigen Stellen mehr Luft, mehr Tiefe und mehr Drama.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)

 

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