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CoreLeoni – „Generection“ Review: Härter, direkter und trotzdem voller Melodie

Leo Leoni zieht die Zügel an: CoreLeoni verbinden auf ihrem vierten Studioalbum klassische Hard-Rock-Wurzeln mit mehr Druck, organischem Sound und einem Gent Bushpepa in starker Form.


Albumcover Generection - Coreleoni - Review

Tracklist:

1. Last Goodbye

2. Generation Rock

3. Howling At The Moon

4. Sex On The Beach

5. Believe

6. Vision

7. Rock'n'Roll Rebel

8. Don't Tell Me

9. I'm Afraid I'm In Love

10. Yearning

11. Lady Marmalade (Digital Album Only)



Veröffentlichungsdatum: 11. September 2026

Label: Reigning Phoenix Music

Genre: Hard Rock / Melodic Hard Rock / Classic Rock

Laufzeit: 41:57 Minuten inklusive digitalem Bonustrack



Das Album „Generection“ jetzt bei JPC vorbestellen:



Alternativ direkt im RPM-Shop.


Die Digipak-CD enthält zusätzlich eine Bonus-CD mit dem Konzert „Live At Hallenstadion“, aufgenommen im Juli 2025 in Zürich.

Diese Live-Aufnahme war zuvor nur digital erhältlich.



Fazit der Redaktion:

„Generection“ ist ein starkes CoreLeoni-Album, das seine klassischen Hard-Rock-Wurzeln nicht verleugnet, ihnen aber spürbar mehr Druck verpasst.


Leo Leoni muss niemandem mehr beweisen, dass er große Riffs und melodische Hooks schreiben kann. Interessanter ist deshalb, wie geschlossen diese Band inzwischen klingt. Gent Bushpepa steht nicht neben der musikalischen Vergangenheit seines Gitarristen, sondern hilft dabei, CoreLeoni eine eigene Identität zu geben.


Nicht jede Nummer besitzt dieselbe Tiefe und manche Hard-Rock-Bewegung ist ausgesprochen vertraut. Doch „Generation Rock“, „Howling At The Moon“, „Believe“, „Vision“ und „Yearning“ zeigen eine Band, die nicht einfach im Rückspiegel lebt.


CoreLeoni machen auf „Generection“ das, was guter klassischer Hard Rock können sollte: Druck machen, Melodien liefern und dabei so klingen, als hätten die Beteiligten selbst

noch richtig Lust darauf.



„Gotthard-DNA im Blut, aber mehr Druck auf dem Kessel:

CoreLeoni legen auf „Generection“ spürbar nach.“



Was bekommen wir auf die Ohren?


Wer CoreLeoni hört, hört zwangsläufig auch ein Stück von Leo Leonis musikalischer Vergangenheit. Seine Gitarrenarbeit hat den Sound von Gotthard entscheidend geprägt,

und natürlich verschwinden diese Wurzeln nicht einfach, nur weil

ein anderer Bandname auf dem Cover steht.


Auch „Generection“ trägt diese Herkunft offen vor sich her: warme Gitarren, große Refrains, bluesige Untertöne und jene Mischung aus schweizerischer Hard-Rock-Erdung und internationalem Stadionformat.


Trotzdem klingt das vierte Studioalbum nicht wie eine bequeme Rückkehr zu alten Sicherheiten. CoreLeoni ziehen die Zügel hörbar an. Die Gitarren greifen härter zu,

die Rhythmussektion arbeitet druckvoller und manches wirkt kantiger

als auf den bisherigen Veröffentlichungen.


Die Melodie bleibt – aber sie bekommt mehr Muskeln.


Gent Bushpepa ist längst mehr als nur die Stimme vorne

„Last Goodbye“ eröffnet das Album zunächst relativ klassisch.

Ein breiter Refrain, sauber gesetzte Gitarren und genügend Raum für

Gent Bushpepa bestimmen das Bild.


Der Song ist kein spektakulärer Türöffner, aber ein sinnvoller Einstieg, weil er unmittelbar zeigt, wie wichtig Bushpepa inzwischen für CoreLeoni geworden ist.


Seine Stimme besitzt Kraft, ohne ständig Stärke demonstrieren zu müssen. Gerade in den melodischen Passagen bleibt ein rauer Unterton erhalten, der verhindert, dass die Songs im Hochglanz verschwinden. Bushpepa klingt inzwischen nicht wie ein Sänger, der in eine bereits bestehende Formation eingesetzt wurde, sondern wie ein

selbstverständlicher Teil dieser Band.


„Generation Rock“ macht die Richtung klar

Mit „Generation Rock“ folgt der programmatische Kern der Platte.


Der Titel könnte leicht wie eine weitere Rock’n’Roll-Parole wirken. Musikalisch besitzt die Nummer allerdings genügend Biss, um sich davon abzusetzen. Das Riff sitzt, die Rhythmik drängt nach vorne und der Refrain hat genau die Größe, die CoreLeoni brauchen.


Dabei steckt im Song auch die Grundidee des Albums:

klassischen Hard Rock nicht künstlich zu modernisieren, sondern

die eigene Prägung mit neuer Energie aufzuladen.



CoreLeoni wollen nicht beweisen, dass sie 2026 plötzlich anders klingen können.

Sie wollen zeigen, dass dieser Sound noch immer Kraft besitzt,

wenn er mit Überzeugung gespielt wird.


Zwischen Atmosphäre und leichterem Sommerrock

„Howling At The Moon“ gehört zu den stärksten Stücken des Albums.



Der Song besitzt mehr Atmosphäre und Tiefe als der direkte Vorgänger und zeigt, dass „Generection“ nicht ausschließlich von Härte und großen Refrains lebt.

Gitarren und Gesang lassen mehr Raum, die Melodie entwickelt sich weniger vorhersehbar und die Nummer bekommt dadurch eine angenehm eigene Farbe.


„Sex On The Beach“ setzt anschließend bewusst auf einen anderen Ton.


Schon der Titel kündigt Sommer, Bar und Übermut an. Musikalisch ist das unkomplizierter Hard Rock, handwerklich sauber und eingängig, aber eben auch einer der

leichteren Momente der Platte. Nicht jeder Song muss tief gehen. Im direkten Vergleich mit den stärkeren Stücken bleibt dieser allerdings weniger lange hängen.


„Believe“ und „Vision“ bilden das Herz des Albums

Mit „Believe“ gewinnt „Generection“ wieder deutlich an Gewicht.


Gent Bushpepa bekommt mehr emotionalen Raum und kann zeigen, dass seine Stimme nicht nur für harte Rocknummern funktioniert. Der Song ist melodisch, ohne weichgezeichnet zu wirken, und verbindet große Gefühle mit genügend Gitarrenkante.


Noch stärker gerät „Vision“.


Als längster Titel des regulären Albums nimmt sich das Stück mehr Zeit für Entwicklung. Gitarren, Groove und Atmosphäre greifen hier besonders überzeugend ineinander.

Die Band wirkt geschlossen, nichts drängt unnötig in den Vordergrund.


Genau solche Momente zeigen, dass CoreLeoni inzwischen weit mehr sind als ein Projekt zur Pflege eines bestimmten Hard-Rock-Erbes. Hier entsteht eine eigene Spannung, die nicht allein von bekannten Namen oder musikalischer Vergangenheit lebt.


Faust in die Luft – aber nicht jeder Treffer sitzt gleich tief

„Rock’n’Roll Rebel“ liefert anschließend den erwartbaren Faust-in-die-Luft-Moment.


Der Song überrascht kaum, funktioniert aber über seine Energie. CoreLeoni spielen ihn mit genügend Schub, damit die bekannten Genreformeln nicht völlig nach Routine klingen.


„Don’t Tell Me“ bleibt kompakt und griffig, während „I’m Afraid I’m In Love“ stärker in Richtung melodischer Rocksong geht. Hier steht weniger die Härte als vielmehr die Hookline im Mittelpunkt.


Das funktioniert, zeigt aber gleichzeitig eine kleine Schwäche des Albums:

Nicht jeder Refrain besitzt dieselbe Eigenständigkeit. Manche Muster kennt man nicht nur von CoreLeoni, sondern aus Jahrzehnten klassischer Hard-Rock-Geschichte.


„Yearning“ lässt das Album bewusst leiser auslaufen

Mit „Yearning“ endet die reguläre Albumfassung nicht im maximalen Rock’n’Roll-Knall.


Der Song ist wärmer, sehnsüchtiger und wirkt beinahe wie ein bewusst gesetzter Gegenpol zu den härteren Stücken. Statt noch einmal alle Verstärker hochzufahren, lassen CoreLeoni das Album nachdenklicher auslaufen.


Diese Entscheidung tut „Generection“ gut. Sie zeigt noch einmal die melodische Seite der Band und gibt Gent Bushpepa Gelegenheit, weniger über Kraft und stärker über Atmosphäre zu arbeiten.


„Lady Marmalade“ bleibt Zugabe

Der digitale Bonustrack „Lady Marmalade“ steht etwas außerhalb

der eigentlichen Dramaturgie.


Der Pop-, Soul- und Funk-Klassiker wird erwartungsgemäß in ein rockigeres CoreLeoni-Gewand gezogen. Eine radikale Neuerfindung ist das nicht, aber die Nummer funktioniert als unterhaltsame Zugabe.


Gerade weil sie nur als digitaler Bonus geführt wird, stört sie den eigentlichen Abschluss

mit „Yearning“ nicht.


So bleibt „Lady Marmalade“ das, was sie sein sollte:

ein kleiner Spaß nach dem eigentlichen Album.


Wärme statt Melodic-Rock-Plastik

Ein großer Pluspunkt von „Generection“ ist die Produktion.


Der analoge Ansatz, den CoreLeoni im Umfeld des Albums betonen, ist tatsächlich hörbar. Die Platte besitzt Körper und Wärme.

Gitarren dürfen drücken, die Drums wirken lebendig und der Sound bleibt trotzdem offen genug, um Melodien und Gesang genügend Raum zu geben.


Das tut gerade diesem Genre gut.


Melodic Hard Rock kann schnell in sterile Perfektion abrutschen:

breite Chöre, klinisch gesäuberte Gitarren und Drums, die eher programmiert als gespielt wirken. „Generection“ vermeidet diese Falle weitgehend.

Das Album klingt kontrolliert, aber nicht leblos.


Härter, ohne die eigene Identität abzulegen

„Generection“ funktioniert am besten dort, wo CoreLeoni die bekannte melodische Seite

mit etwas mehr Härte kombinieren.


Die Band versucht nicht, ihr musikalisches Fundament abzureißen. Stattdessen wird daran weitergebaut. Das macht die Platte nicht revolutionär, aber glaubwürdig.


Songs wie „Sex On The Beach“ oder „Rock’n’Roll Rebel“ leben stärker von unmittelbarer Wirkung als von nachhaltiger Tiefe. Andere Stücke zeigen jedoch, dass CoreLeoni inzwischen genügend eigene Substanz besitzen, um nicht ausschließlich über Leo Leonis Vergangenheit definiert zu werden.


Vor allem Gent Bushpepa trägt entscheidend dazu bei.

Seine Stimme ist längst nicht mehr nur ein starkes Werkzeug innerhalb des Sounds

– sie gehört inzwischen zur Identität der Band.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von All Noir)


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