Hide And Seek von The Erinyes: Drei Stimmen, neue Welten

Justine Daaé, Mizuho Lin und Nicoletta Rosellini kehren gemeinsam zurück. Auf ihrem zweiten Album wollen The Erinyes härter, größer und geschlossener klingen, ohne die Unterschiede zwischen ihren drei Stimmen einzuebnen.
![]() | Tracklist: 1. Agony & Ecstasy 2. Hide And Seek 3. Close Your Eyes 4. Lies 5. Serenade 6. Side By Side 7. Heart In A Battlefield 8. Tears 9. Strong 10. To The Stars |
Veröffentlichung: 18. Dezember 2026
Label: Frontiers Music Srl
Genre: Symphonic Metal, Power Metal
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Hide And Seek von The Erinyes führt in neue Fantasy-Welten
Vier Jahre nach dem selbstbetitelten Debüt setzt das internationale Symphonic-Metal-Projekt seine gemeinsame Geschichte fort. Wieder stehen drei Sängerinnen im Mittelpunkt, die auch einzeln mühelos ein Album tragen könnten:
Justine Daaé, Mizuho Lin und Nicoletta Rosellini.

Mit Hide And Seek von The Erinyes wollen die drei Sängerinnen ihre
unterschiedlichen Stimmen noch enger miteinander verbinden.
Hier begleitet keine Stimme die andere dauerhaft aus dem Hintergrund.
Alle drei übernehmen tragende Rollen, wechseln sich ab, treffen in mehrstimmigen Passagen aufeinander und geben den Songs dadurch verschiedene
emotionale Blickwinkel.
Das Debüt zeigte bereits, welches Potenzial in dieser Idee steckt.
„Hide And Seek“ soll nun der Schritt sein, bei dem aus drei starken Einzelstimmen noch deutlicher eine gemeinsame musikalische Identität entsteht.
„Agony & Ecstasy“ beginnt ohne langes Vorspiel
Nicoletta Rosellini beschreibt „Agony & Ecstasy“ als den Song, der dieses neue Kapitel am besten eröffnet. Die Nummer soll unmittelbar zupacken,
große Melodien mit einem schnell greifbaren Refrain verbinden und zeigen,
wohin sich The Erinyes entwickelt haben.
Der Titel passt zu einer Band, deren Musik von Gegensätzen lebt.
Agonie und Ekstase, Härte und Melodie, einzelne Stimmen und gemeinsamer Gesang: The Erinyes suchen ihre Wirkung genau in diesen Spannungsfeldern. Der Song wurde deshalb nicht allein als möglichst eingängige Vorabsingle ausgewählt. Er soll hörbar machen, wie eng die drei Sängerinnen inzwischen zusammenspielen.
Rosellini bringt ihre klare, kraftvolle Power-Metal-Stimme ein. Mizuho Lin steuert die dunklere Färbung bei, die bereits bei Semblant einen wichtigen Teil ihres Ausdrucks ausmacht. Justine Daaé erweitert dieses Spektrum um ihre Erfahrung aus dem Symphonic- und Industrial-Metal von Elyose. Wenn diese Stimmen aufeinandertreffen, liegt der Reiz nicht im Gleichklang. Er entsteht durch ihre Unterschiede.
Aus einem spannenden Versuch wird eine feste Einheit
Beim ersten Album mussten Daaé, Lin und Rosellini zunächst herausfinden, wie viel Platz jede Stimme benötigt und welche Kombinationen am besten funktionieren. Inzwischen kennen sie die Stärken der jeweils anderen deutlich besser.
Rosellini spricht deshalb von einem ausgewogeneren und geschlosseneren Album. Die Erfahrungen des Debüts hätten geholfen, die einzelnen Stimmen gezielter einzusetzen. Das bedeutet nicht, dass ihre Eigenheiten verschwinden sollen. Im Gegenteil: Gerade die Kontraste sollen auf „Hide And Seek“ noch klarer hervortreten.
Justine Daaé beschreibt die Arbeit am Album als Gelegenheit, die verschiedenen Klangfarben, Tonlagen und künstlerischen Persönlichkeiten vollständig anzunehmen. Mizuho Lin empfand bei den Aufnahmen mehr Freiheit als beim ersten Mal. Für sie bewahrt das neue Material die Grundidee von The Erinyes, geht mit ihr aber selbstverständlicher und reifer um.
Das weckt Erwartungen, weil ein Projekt mit drei Leadsängerinnen schnell überladen wirken kann. Wenn jede Stimme gleichzeitig glänzen soll, bleibt für die Songs kaum Luft. „Hide And Seek“ soll genau an diesem Punkt gewachsen sein: Die Sängerinnen müssen nicht ständig gegeneinander ansingen, weil ihre Rollen nun klarer verteilt sind.
Zehn Songs zwischen Nähe und großer Geste
„Hide And Seek“ umfasst zehn Stücke. Mit „Agony & Ecstasy“ steht der unmittelbarste Einstieg am Anfang. Danach folgen der Titelsong sowie „Close Your Eyes“ und „Lies“, bevor „Serenade“ und „Side By Side“ die Albumhälften verbinden.
Titel wie „Heart In A Battlefield“ und „Tears“ deuten an, dass die Fantasy-Welt nicht nur aus fernen Reichen und großen Abenteuern besteht. Gefühle, Verlust und innere Konflikte sollen weiterhin einen wichtigen Teil der Texte bilden. „Strong“ führt diese persönliche Ebene fort, ehe „To The Stars“ das Album mit einem bewusst weit geöffneten Bild beschließt.
Ob daraus eine durchgehende Geschichte oder eher eine Sammlung miteinander verbundener Fantasy-Erzählungen entsteht, wurde noch nicht näher erläutert. Klar ist jedoch, dass The Erinyes ihr zweites Album erzählerisch weiter fassen als den Vorgänger.
Ein zweites Album mit größerem Selbstvertrauen
Das Debüt lebte von der ungewöhnlichen Zusammenstellung seiner Sängerinnen.
Bei „Hide And Seek“ soll nicht mehr allein die Besetzung für Aufmerksamkeit sorgen. Das Projekt möchte als feste musikalische Einheit wahrgenommen werden, die ihre eigenen Stärken kennt.
Genau darin liegt die Spannung dieses zweiten Albums. Daaé, Lin und Rosellini müssen ihre Stimmen nicht vereinheitlichen. Ihre Aufgabe besteht darin, aus den Unterschieden gemeinsame Songs zu formen. Wenn die angekündigte zusätzliche Härte, die größeren Orchester und die klarer aufgeteilten Gesangsparts zusammenfinden, könnte „Hide And Seek“ dem Projekt ein deutlich eigenständigeres Profil geben.
„Agony & Ecstasy“ öffnet nun die erste Tür zu dieser neuen Welt.
Der vollständige Weg beginnt am 18. Dezember.
Das Debütalbum kann hier gestreamt werden:
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