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Ian Parry’s Consortium Project VI – „Legacy Of Empires“ Review: Große Architektur, starke Gäste und viel Pathos

Ian Parry denkt auch auf „Legacy Of Empires“ wieder in großen Dimensionen. Internationale Gastmusiker, Progressive Metal und ein ausladender Konzeptansatz sorgen für Klasse – aber nicht jeder Song trifft mit derselben Wucht.


Albumcover Legacy Of Empires - Ian Perry - Review

Tracklist:

1. The Constellation Of The Stars – 2:23

2. Legacy Of Empires – 5:08

3. A Declaration Of Independence – 4:30

4. Gods From The Heavens Above – 5:09

5. A Kingdom For Heroes – 4:14

6. Pyramids Of Power – 4:29

7. The Secrets Of Creation – 3:39

8. Awake The Forgotten Souls – 5:01

9. The Burden Of Truth – 4:26

10. Nature’s Eyes – 3:54




Veröffentlichung: 28. August 2026

Label: Frontiers Music Srl

Genre: Progressive Metal / Melodic Metal / Heavy Metal

Laufzeit: 42:53 Minuten


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Fazit der Redaktion:

„Legacy Of Empires“ ist ein ambitioniertes und stark besetztes Progressive-Metal-Album, das viel Können, Erfahrung und Liebe zum großen Arrangement vereint.


Ian Parry bleibt eine markante Stimme, die Gastmusiker liefern auf hohem Niveau und Songs wie „Legacy Of Empires“, „A Declaration Of Independence“, „A Kingdom For Heroes“ und „Awake The Forgotten Souls“ zeigen, wie gut dieses Konzept funktionieren kann.


Nicht alles packt jedoch gleichermaßen. Manche Stücke wirken zu schwer beladen und verlieren unter ihrer technischen und konzeptionellen Größe etwas an

unmittelbarer Wirkung.


Unterm Strich bleibt ein respektabel gearbeitetes, detailreiches Album mit starkem Anspruch – aber nicht immer mit derselben emotionalen Durchschlagskraft.



"Prog-Metal mit internationaler Klasse und einigen starken Momenten

- technisch stark, melodisch dicht, aber etwas überladen."



Was bekommen wir auf die Ohren?


Ian Parrys Consortium Project war nie als klassische Band im engeren Sinn gedacht.

Schon immer stand die Idee im Mittelpunkt, unterschiedliche Musiker, Stile und Perspektiven unter einem gemeinsamen Konzept zusammenzuführen.


„Legacy Of Empires“ setzt genau dort an. Macht, Zivilisationen, Wahrheit, Schöpfung und verlorene Seelen bilden den thematischen Rahmen. Die Begriffe sind groß, die musikalische Architektur ebenfalls.


Das funktioniert häufig gut, weil Parry genug Erfahrung besitzt, solche Themen nicht vollständig in Bombast ertrinken zu lassen. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die Kehrseite des Ansatzes: Manche Stücke tragen ihre Ambition schwerer als andere.


Ein starker Auftakt mit viel Gewicht

„The Constellation Of The Stars“ fungiert als kurzes symphonisches Intro und öffnet den Vorhang für den eigentlichen Einstieg.


Mit „Legacy Of Empires“ folgt direkt einer der stärksten Songs des Albums.


Johann Cadots Riffarbeit gibt dem Stück Stabilität, Patrick Rondats Solo setzt einen markanten Akzent und Ian Parry klingt souverän in jener dramatischen Stimmlage, die den Consortium-Sound seit Jahren prägt.



Der Titeltrack funktioniert deshalb so gut, weil er Größe und Zugänglichkeit in Balance hält. Die Nummer ist ambitioniert, aber nicht unnötig verkopft.


Mehr Direktheit bei „A Declaration Of Independence“

„A Declaration Of Independence“ wirkt kompakter und direkter.


Stephan Lills Gitarrenarbeit sorgt für Kontur, während die Keyboards genügend Weite schaffen, ohne das Arrangement zu überfrachten.

Gerade hier zeigt sich, dass Progressive Metal nicht automatisch kompliziert klingen muss. Der Song bleibt melodisch, druckvoll und nachvollziehbar strukturiert.


„Gods From The Heavens Above“ geht anschließend wieder stärker in Richtung epischer Monumentalität. Chöre, schwere Gitarren und dramatische Aufbauten bestimmen den Song. Man spürt die Ambition deutlich – manchmal allerdings auch das Gewicht der eigenen Idee.


Wenn Melodie mehr Wirkung erzeugt als Bombast

Mit „A Kingdom For Heroes“ wird das Album wärmer und melodischer.


Ian Parry wirkt hier weniger wie ein Erzähler vor großer Kulisse und stärker wie ein Sänger mitten im Song. Genau das tut der Platte gut. Die Nummer gehört zu den zugänglicheren Momenten und zeigt, dass das Album nicht ausschließlich über Größe funktionieren muss.



„Pyramids Of Power“ zieht danach die dunklere und härtere Seite nach vorne.


Die Hammond-Orgel von Peter Jan Kleevens setzt einen schönen Farbakzent, während die Rhythmusarbeit genügend Druck erzeugt, um das Stück nicht nur über

Atmosphäre laufen zu lassen.


Starke Gäste, aber nicht immer starke Songs

„The Secrets Of Creation“ nimmt Tempo heraus und setzt stärker auf Stimmung.


Manolo Arias steuert das Solo bei, doch insgesamt bleibt die Nummer etwas blasser

als die stärkeren Albumtracks.


Deutlich besser funktioniert „Awake The Forgotten Souls“.


Härte und Melodie greifen hier überzeugender ineinander, und Ombeline Duprats Harmonien geben dem Song zusätzliche Breite.


Gerade dieses Stück zeigt, wie gut der internationale Ansatz funktionieren kann, wenn die Gastbeiträge nicht nur Namen auf dem Papier bleiben, sondern dem Song tatsächlich

eine eigene Farbe geben.


Technische Klasse trifft auf emotionale Distanz

„The Burden Of Truth“ ist ein typischer Consortium-Track:

technisch sauber, ambitioniert und sehr dicht arrangiert.


Luca Sellitto und Carmine Vivo liefern starke musikalische Arbeit, doch der Song verlangt mehr Geduld, als er emotional zurückgibt. Vieles ist beeindruckend gespielt, aber nicht alles bleibt hängen.


Genau hier liegt eine der zentralen Schwächen von „Legacy Of Empires“.

Die musikalische Qualität ist hoch, die Ausführung professionell – doch manche Stücke erreichen eher den Kopf als den Bauch.


„Nature’s Eyes“ bringt eine andere Farbe ins Finale

Mit „Nature’s Eyes“ endet das Album hörbar anders.


Brenda Davis am Gesang, Casey Grillo am Schlagzeug sowie zusätzliche Piano- und Streicheranteile von Stefan Weissmuller geben dem Song eine weichere und

persönlichere Färbung.


Das Finale wirkt dadurch weniger monumental und etwas menschlicher.

Gerade nach der dichten Architektur der vorherigen Songs ist das ein sinnvoller Abschluss.


Zwischen Bewunderung und Distanz

Auf der einen Seite stehen die technische Klasse, das internationale Line-up

und die sorgfältige Produktion.


Auf der anderen Seite fehlt manchen Songs der letzte emotionale Zugriff.


Für Fans melodischen Progressive Metals und groß angelegter Konzeptplatten ist das Album kein Problem. Wer dagegen auf sofortige Hooks, klare Songökonomie und direkte Emotionalität setzt, dürfte sich an manchen Stellen an der massiven Architektur

der Stücke reiben.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)


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