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Issa – „Fire And Ice“ Review: Zwischen Achtziger-Glanz und modernem AOR-Druck

Große Stimme, breite Refrains und viel Melodic-Rock-Gefühl: Issa bleibt ihren AOR-Wurzeln treu, bringt auf „Fire And Ice“ aber genug Dynamik und moderne Farben ins Spiel, um nicht im reinen Retro-Modus zu landen.


Albumcover Fire and Ice - ISSA

Tracklist:

1. The Call Of Love – 3:59

2. Stranded – 4:10

3. Fire & Ice – 4:40

4. Sea Of Desire – 5:11

5. All Or Nothing – 4:19

6. The Shadow Of Night – 4:26

7. Bullet On The Road – 4:16

8. Pay The Price – 4:21

9. One Step To Paradise – 3:36

10. Running From The Night – 4:12

11. The Waiting Game – 4:22



Veröffentlichung: 28. August 2026

Label: Frontiers Music Srl

Genre: AOR / Melodic Rock

Laufzeit: 47:32 Minuten


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Fazit der Redaktion:

„Fire And Ice“ ist ein starkes AOR-Album, das seine stilistischen Wurzeln offen trägt und trotzdem genug moderne Produktion und Dynamik mitbringt, um nicht wie eine reine Achtziger-Kopie zu wirken.


Issa klingt souverän, die Songs sind sauber gebaut und Tom sowie James Martin liefern genau jene Mischung aus Melodie, Atmosphäre und Druck, die dieses Genre benötigt.


Besonders „The Call Of Love“, „Fire & Ice“, „Sea Of Desire“, „Bullet On The Road“ und „Running From The Night“ stechen heraus.


Große Überraschungen gibt es nicht – dafür aber ein sehr überzeugendes, stilistisch geschlossenes Genrealbum.



"Issa bleibt Issa: große Stimme, breite Refrains und AOR mit genug Druck,

um nicht nur nostalgisch zu glänzen."



Was bekommen wir auf die Ohren?


Issa Oversveen gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Stimmen im europäischen Melodic Rock. Auch auf „Fire And Ice“ ändert sich daran nichts.


Das Album bleibt tief im klassischen AOR verwurzelt, wirkt dabei aber geschlossener und druckvoller als bloße Genre-Routine.


Tom und James Martin haben sämtliche Songs geschrieben und produziert.

Diese klare Handschrift ist durchgehend hörbar: breite Keyboards, sauber gesetzte Gitarren, große Refrains und eine Produktion, die modern genug klingt,

ohne die Achtziger-DNA zu überdecken.


Im Mittelpunkt steht jedoch erwartungsgemäß Issa selbst.


Ihre Stimme trägt das Album nicht nur technisch, sondern auch emotional.


Kräftiger Einstieg statt vorsichtiger Anlauf

„The Call Of Love“ eröffnet überraschend energisch.


Die Gitarren besitzen mehr Druck, als man bei Issa zunächst erwarten könnte, und genau das tut dem Einstieg gut. Ihre Stimme steht sofort klar im Zentrum

– kraftvoll, kontrolliert und ohne unnötige Übertreibung.


„Stranded“ zieht den AOR-Schalter anschließend noch deutlicher um.

Die Synthesizer leuchten, der Refrain öffnet sich breit und die Rhythmik sorgt dafür,

dass der Song nicht nur auf Atmosphäre baut.


Beide Stücke zeigen bereits, dass „Fire And Ice“ zwar klassisch angelegt ist,

aber nicht völlig glattgezogen wirkt.


Der Titeltrack bringt die Gegensätze zusammen

„Fire & Ice“ ist einer der zentralen Songs des Albums, weil hier die beiden Pole der Platte besonders gut zusammenfinden.


Eleganz und Druck stehen nebeneinander, ohne sich gegenseitig zu stören. Issa singt kontrolliert, aber mit genügend emotionaler Tiefe, während Gitarren und

Keyboards den Song breit tragen.

Die große Stärke liegt dabei in der Balance. Der Track klingt polished, aber nicht steril; melodisch, aber nicht belanglos.


Mit „Sea Of Desire“ folgt die große Ballade. Piano, weite Melodiebögen

und viel Gefühl bestimmen den Song.


Fünf Minuten AOR-Ballade können schnell in Kitsch kippen,

doch hier bleibt die Dramatik erstaunlich gut dosiert.


Mehr Druck und dunklere Farben

„All Or Nothing“ bringt wieder mehr Bewegung ins Album und gehört zu

den griffigeren Rockmomenten.


„The Shadow Of Night“ arbeitet danach stärker mit dunkleren Farben.


Genau das tut der Platte gut, weil sie nicht dauerhaft in hellen Refrains und glänzenden Synthesizerflächen badet.


Noch markanter fällt „Bullet On The Road“ aus.

Der Song besitzt einen deutlicher theatralischen Einschlag und erinnert stellenweise an die große Dramaturgie, die man aus dem Jim-Steinman-Kosmos kennt. Ganz so monumental wird es nicht, aber die Nummer hat genug Drive und Pathos, um aufzufallen.


Klassischer AOR trifft auf Synthwave

„Pay The Price“ ist klassischer AOR in Reinform.

Große Hook, klare Struktur, viele Schichten – nichts Überraschendes, aber sehr effektiv.


„One Step To Paradise“ fällt etwas schlanker und leichter aus und lockert die zweite Albumhälfte angenehm auf.


Besonders spannend wird es mit „Running From The Night“.

Hier tritt der angekündigte Synthwave-Einfluss am deutlichsten hervor. Die Nummer wirkt moderner als vieles davor, ohne die melodischen Wurzeln zu verlassen.


Gerade diese Verbindung funktioniert sehr gut. Statt künstlich auf Trend zu machen, erweitert Issa den bekannten AOR-Rahmen um eine Farbe, die erstaunlich selbstverständlich ins Gesamtbild passt.


„The Waiting Game“ schließt solide ab

Mit „The Waiting Game“ endet das Album eher stimmig als spektakulär.


Der Song fasst die Stärken der Platte noch einmal zusammen, öffnet aber keine völlig neue Tür. Das ist kein Problem, weil „Fire And Ice“ ohnehin weniger von Überraschungen als von konsequenter Ausführung lebt.


Issa und die Martin-Brüder wissen genau, was dieses Genre benötigt:

Melodie, Atmosphäre, Gitarrendruck, Keyboards und Refrains,

die ohne Erklärung funktionieren.


Stiltreu, aber nicht leblos

Natürlich bleibt „Fire And Ice“ sehr nah an den bekannten AOR-Spielregeln.


Wer dieses Genre grundsätzlich zu glatt findet, wird hier kaum bekehrt.

Einige Songstrukturen wirken vertraut, und an manchen Stellen wäre etwas

mehr Risiko reizvoll gewesen.


Trotzdem besitzt das Album genügend Dynamik, um nicht in bloßer Routine zu versinken. Vor allem Issas Stimme verhindert, dass die Songs austauschbar wirken.


Sie kann die großen Melodien tragen, ohne jede Zeile in maximale Dramatik zu verwandeln. Genau diese Kontrolle gehört zu ihren größten Stärken.



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(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)


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