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Masterplan bringen „Metalmorphosis“ nach Hannover

Ein gemeinsamer Abend mit Cave mit voller Energie, intimer Nähe und echter Live-Dynamik



Am 28. April 2026 machten Masterplan im Musikzentrum Hannover Halt – und lieferten einen Abend, der sich irgendwo zwischen klassischem Power-Metal-Handwerk, ehrlicher Spielfreude und charmantem Improvisationstalent bewegte.


Kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Metalmorphosis“ nutzte die Band die Bühne, um zu zeigen, wo sie aktuell stehen:


selbstbewusst, routiniert und mit einem spürbaren Spaß an der Sache.


Schon vor Beginn lag diese entspannte Grundstimmung in der Luft, die das Musikzentrum so oft auszeichnet. Kein übertriebener Druck, kein künstlicher Hype – stattdessen ein Publikum, das sich langsam sammelt, Getränke in der Hand, ein kurzer Abstecher zum Merch, bevor es enger wird.


Cave: Druckvoller Auftakt mit Augenzwinkern


Um 19:55 Uhr zieht das Intro der Special Guests Cave die Aufmerksamkeit des Publikums zur Bühne. Während das Licht gedimmt wird, begibt sich der Schlagzeuger schon einmal an seinen Arbeitsplatz ein. Mit knappem Versatz folgen seine Kollegen auf die Bühne.


Cave 1

Die Kapelle aus „der Nähe von Stuttgart“ eröffnen mit „Promised Land“ den Abend.

Ihr Sound bewegte sich souverän zwischen Heavy und Power Metal, angereichert mit

Hard-Rock-Attitüde und vereinzelten progressiven Einschüben.


Mit ihrem aktuellen Album „Into Promised Land“ im Rücken nutzten

sie die Bühne konsequent zur Eigenwerbung.


Cave 2

„Ghost in the Mirror“ wurde dabei nicht nur musikalisch, sondern auch visuell inszeniert:

Der Sänger setzte kurzerhand eine Kamerabrille auf und filmte das Publikum,

„Sonst werden wir immer gefilmt…“ war sein Kommentar.

(Auf das Video des Publikums darf man gespannt sein.)


Cave 3

Auch abseits der Songs funktionierte die Band. Zwischen den Stücken lockerten humorvolle Ansagen das Set auf, etwa als sie augenzwinkernd offenlegten, dass ihr Drummer eben doch nicht aus Süddeutschland stammt.


Cave 4

Spätestens in der zweiten Hälfte ihres rund 50-minütigen Auftritts war allen klar:


Das Publikum hatte angebissen.

Die Reihen verdichteten sich, die Reaktionen wurden direkter.


Mit „Rat in a Hole“ endete ein Support, der genau das tat, was er sollte:


vorbereiten, anheizen, neugierig machen.


Cave 5

Masterplan: Energie, Humor – und ein störrischer Bass


Nach einem kurzen Changeover wird das Licht erneut gedimmt.

Gegen 21 Uhr betreten die fünf Herren von Masterplan die Bühne.

Eine warme, orange dominierte Lichtstimmung erfüllt diese.


Masterplan 1

„Chase the Light“ bildet die Eröffnung.

Die Band zeigt, dass sie sichtlich Spaß am Auftritt hat. Mit dem Publikum wird interagiert.


Ein Knacken – dann war der Bass weg


Was folgte, hätte schnell zum Störfaktor werden können, entwickelte sich jedoch zum Running Gag des Abends. Während Techniker hektisch arbeiteten und immer wieder ein tiefes Brummen durch den Raum zog, nahmen Band und Publikum die Situation mit bemerkenswerter Gelassenheit.


Masterplan 2

Band und Publikum nehmen es mit Humor. Die einzelnen Songs werden mit kurzen Sprüchen und kleinen Witzen von Roland Grabow und Rick Altzi zum zu leisen Bass verbunden. Gutes Entertainment ist, wenn man die Situation in Echtzeit mit einbindet.

Bassist Jari Kainulainen blieb ohnehin stoisch entspannt.

Die Ansagen sind ein Mix aus Englisch und Deutsch.

Und damit ein Spiegel der vier Länder, aus denen die Band stammt.


Masterplan 3

Nähe statt Perfektion

Als Ankündigung für „Soulburn“ eröffnet die Band dem Publikum, dass mit dem Ticket für heute auch eine Klavierstunde erworben wurde. Man würde nun gemeinsam die ersten drei Töne lernen.


Dass man die Bühne auch von den hinteren Reihen gut sehen kann,

ist auch der angenehmen Tatsache geschuldet,

dass erstaunlich wenig Handyfilmer im Publikum weilen.


Finale mit Raum für Virtuosität

Den offiziellen Teil der Setlist beendet „Heroes“.

Nach einer kurzen Kunstpause kehrt die Band für zwei Songs als Zugabe auf die Bühne zurück. Zwei Songs geben jedoch nicht die Länge der Zugabe wieder.


Masterplan 4

Eingeleitet wird diese mit „Crawling from Hell" stimmungsvoll unter

einer Diskokugel inszeniert.


Der eigentliche Höhepunkt folgte mit „Time of the Oath“.

Der Song wurde bewusst in die Länge gezogen und diente gleichzeitig als Bühne für die Bandvorstellung. Jeder Musiker bekam Raum für ein Solo – ein klassisches Element, das hier nicht wie Pflichtprogramm wirkte, sondern organisch eingebunden war.


Masterplan 5

Ausblick

Mit der „Metalmorphosis“-Tour geben Masterplan bereits einen Vorgeschmack auf ihr kommendes Album, das am 26. Juni 2026 via Frontiers Records erscheinen wird.


alle Infos über das Album Metalmorphosis“ in unserem Artikel:


Fazit:

Masterplan präsentierten sich kurz vor dem Release von „Metalmorphosis“ als eingespielte, selbstbewusste Einheit, die genau weiß, wie sie ihr Publikum erreicht

auch dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.


Gerade die kleinen Unwägbarkeiten, allen voran der widerspenstige Bass, verliehen dem Auftritt eine unerwartete Dynamik und machten ihn greifbar. Statt Distanz entstand Nähe, statt Hochglanz eine authentische Live-Atmosphäre, die in Erinnerung bleibt.


Unterstützt von einem starken Special Guest-Set von Cave entwickelte sich der Abend zu einer runden Gesamtperformance, die sowohl musikalisch als auch menschlich überzeugte.


Masterplan hinterließen damit nicht nur einen überzeugenden Eindruck ihres aktuellen Schaffens, sondern machten zugleich deutlich, wohin die Reise geht...



Fotos & Text: Jan Jacobsen


Wir bedanken uns an dieser Stelle bei MFP Concerts GmbH & Co. KG für die Akkreditierung

und die tolle Betreuung vor Ort.


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