Tesla – Homage – Review: Eine musikalische Verneigung vor den Helden des Classic Rock
- Redaktion
- vor 8 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Mit „Homage“ kehren Tesla zu ihren musikalischen Wurzeln zurück. Statt neuer Experimente präsentiert die US-Band ein Album voller Coverversionen, das den Künstlern und Songs gewidmet ist, die ihren eigenen Sound über Jahrzehnte geprägt haben.

Tracklist (zum erweitern klicken)
1. Never Alone, Original Song
2. Bring It On Home, Sam Cooke Cover
3. Spread Your Wings, Queen Cover
4. I Wish It Would Rain, The Temptations Cover
5. Night Moves, Bob Seger Cover
6. If I Can Dream, Elvis Presley Cover
7. Come And Get It, Badfinger Cover
8. I Got You, James Brown Cover
9. Give A Little Bit, Supertramp Cover
10. I Love You, 2026 Version, Climax Blues Band Cover
11. The Ballad Of Curtis Loew, Lynyrd Skynyrd Cover
12. Have You Ever Seen The Rain, Creedence Clearwater Revival Cover
13. I’d Rather Go Blind, Etta James Cover
14. Mind Your Own Business, Hank Williams Sr. Cover
Veröffentlichungsdatum: 17. Juli 2026
Label: Frontiers Music Srl
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Fazit der Redaktion:
„Homage“ ist kein Album, das die Geschichte von Tesla neu schreibt
– und genau das will es auch gar nicht sein.
Stattdessen präsentieren die Amerikaner eine sympathische Sammlung von Songs,
die ihren musikalischen Werdegang geprägt haben.
Die Coverversionen überzeugen vor allem durch Spielfreude, handwerkliche Klasse und hörbaren Respekt vor den Originalen. Nicht jede Interpretation erreicht die Intensität ihrer Vorbilder, dennoch entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das Fans von Tesla und klassischem Rock gleichermaßen ansprechen dürfte.
Wer die Band schon lange begleitet, erhält hier einen spannenden Blick
auf ihre musikalischen Wurzeln.
"Klassischer Rock, Blues und Soul treffen auf die unverwechselbare Handschrift von Tesla."
Was bekommen wir auf die Ohren?
Noch bevor Tesla Ende der Achtziger mit Alben wie Mechanical Resonance oder The Great Radio Controversy selbst Musikgeschichte schrieben, standen Coverversionen auf dem Programm. In den Clubs Kaliforniens spielte die Band die Songs ihrer Idole
– genau dorthin führt „Homage“ nun zurück.
Mehr als zwanzig Jahre nach den beiden „Real To Reel“-Alben greifen Tesla diese Idee erneut auf. Der Unterschied: Diesmal geht es weniger um eine lose Sammlung bekannter Songs als vielmehr um ein musikalisches Dankeschön an jene Künstler, deren Einfluss bis heute in jeder eigenen Komposition der Band zu hören ist.
Ein neuer Song schlägt die Brücke
Bevor Tesla sich den Klassikern widmen, eröffnen sie das Album mit „Never Alone“, dem einzigen neuen Originalsong. Das Stück wirkt wie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bluesiger Hard Rock, eingängige Melodien und Jeff Keiths unverwechselbare Stimme erinnern sofort daran, warum Tesla bis heute ihren ganz eigenen Platz im
Classic Rock behaupten.
Erst danach beginnt die eigentliche Reise durch die musikalischen Wurzeln der Band.
Zwischen Soul, Blues und Classic Rock
Die Songauswahl wirkt durchdacht und spiegelt die musikalische Sozialisation der Band wider. Mit Sam Cookes „Bring It On Home“, James Browns „I Got You (I Feel Good)“ oder Etta James' „I'd Rather Go Blind“ verneigen sich Tesla vor Soul und Blues, während Queen, Bob Seger, Supertramp, Creedence Clearwater Revival und
Lynyrd Skynyrd den Classic-Rock-Anteil übernehmen.
Besonders „Spread Your Wings“ und „Night Moves“ gehören zu den stärksten Momenten des Albums. Jeff Keith interpretiert beide Songs mit spürbarer Leidenschaft und verleiht ihnen einen etwas raueren, aber dennoch respektvollen Charakter.
Auch die Version von „I Love You“ der Climax Blues Band fügt sich nahtlos in das Gesamtkonzept ein. Tesla verzichten bewusst darauf, den Song zu modernisieren oder neu zu erfinden. Stattdessen bleibt die Band nah am Original und überträgt dessen Atmosphäre glaubwürdig in ihren eigenen Sound.
Nicht jede Vorlage lässt sich übertreffen
Natürlich bewegen sich Tesla mit einigen Songs auf schwierigem Terrain.
Stücke wie „If I Can Dream“ oder „I'd Rather Go Blind“ leben im Original von außergewöhnlichen Gesangsleistungen, die kaum zu kopieren sind.
Hier entscheiden sich Tesla glücklicherweise gegen den direkten Vergleich und setzen stattdessen auf ihre eigene Handschrift.
Besonders gut funktioniert dieser Ansatz bei bodenständigeren Songs wie
„Have You Ever Seen The Rain“, „The Ballad Of Curtis Loew“ oder
„Mind Your Own Business“.
Hier verschmelzen Original und Tesla-Sound fast mühelos miteinander.
Solides Handwerk statt großer Überraschungen
Musikalisch bietet „Homage“ genau das, was man von Tesla erwarten darf.
Die Produktion bleibt angenehm analog und verzichtet auf moderne Übertreibungen.
Gitarren, Bass und Schlagzeug stehen jederzeit im Mittelpunkt und verleihen den Songs den warmen, handgemachten Charakter, für den die Band seit Jahrzehnten geschätzt wird.
Wer allerdings auf neue musikalische Impulse oder überraschende Arrangements hofft, dürfte hier kaum fündig werden. Tesla interpretieren die Songs mit viel Respekt, gehen dabei aber nur selten echte Risiken ein.
Das Album lebt deshalb weniger von spektakulären Neuinterpretationen als von seiner ehrlichen Begeisterung für die Musik, die seine Entstehung
überhaupt erst möglich gemacht hat.
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(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)
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