Smoking Snakes – All Lights On Review: Sleaze-Metal mit Achtziger-Flair und jeder Menge Rock'n'Roll
- Redaktion
- vor 56 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Neon, Leder und große Refrains: Smoking Snakes liefern mit „All Lights On“ ein kurzweiliges Sleaze-Metal-Album, das auf Live-Energie und klassischen Achtziger-Hard-Rock setzt, dabei aber nur selten echte Überraschungen bietet.

Tracklist:
1. 103.1 The Screamt
2. Don't Touch
3. Trick Or Treat
4. All I Need
5. Look In Your Eyes
6. Last Man Standing
7. Screaming For More
8. Broken Heart
9. Nasty & Wild
10. Turn On The Lights
11. Pleasure & Pain
12. The Last Nightmare
Veröffentlichungsdatum: 10. Juli 2026
Label: Frontiers Music Srl
Genre:Â Sleaze Metal / Hard Rock
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Fazit der Redaktion:
„All Lights On“ ist ein kompaktes Sleaze-Metal-Album, das sich konsequent an den Tugenden des Genres orientiert. Große Refrains, kernige Gitarren und jede Menge Achtziger-Flair sorgen für kurzweilige Unterhaltung und dürften insbesondere live hervorragend funktionieren. Wirklich neue Impulse setzt die Band allerdings kaum.
Statt Innovation gibt es solides Handwerk und ehrlichen Rock'n'Roll
– genau das, was Fans von klassischem Sleaze Metal erwarten.
Was bekommen wir auf die Ohren?
Das kurze Intro „103.1 The Scream – The 80's Late Night Radio Broadcast“ eröffnet die Platte mit einer Mischung aus nächtlicher Radiosendung und Horrorfilm-Atmosphäre, bevor „Don't Touch“ ohne Umschweife den Vorwärtsgang einlegt.
Druckvolle Gitarren, treibendes Tempo und ein eingängiger Refrain zeigen sofort, worauf das Album setzt: kurze, direkte Songs mit viel Mitsingpotenzial.
Mit „Trick Or Treat“ bedienen Smoking Snakes klassische Sleaze-Klischees rund um Verführung und Halloween-Ästhetik. „All I Need“ und „Look In Your Eyes“ schlagen melodischere Töne an und zeigen, dass die Band durchaus ein Gespür für eingängige Hooks besitzt, ohne dabei den rauen Grundcharakter zu verlieren.
Viel Energie, aber wenig Überraschungen
Im Mittelteil bleibt das Konzept weitgehend unverändert. „Last Man Standing“ präsentiert den typischen Durchhalte-Song, während „Screaming For More“ und „Nasty & Wild“ ganz auf Rock'n'Roll, Sex und Party setzen. Die Songs funktionieren handwerklich solide und dürften besonders live schnell zünden, bewegen sich aber oft auf bekannten Genrepfaden.
Mit „Broken Heart“ gönnt sich das Album einen etwas emotionaleren Moment, bevor
„Turn On The Lights“ das zentrale Motiv der Platte noch einmal aufgreift.
Das Licht steht hier nicht für Sicherheit, sondern für das Ablegen aller Masken
– ein roter Faden, der sich thematisch durch das Album zieht.
„Pleasure & Pain“ verbindet schließlich Lust und Schmerz zu einem klassischen Sleaze-Thema, ehe „The Last Nightmare“ den Horrorfilm-Rahmen mit einem kurzen Outro schließt.
Klassischer Sleaze Metal ohne Experimente
Musikalisch verzichten Smoking Snakes bewusst auf Experimente.
Fast alle Songs bewegen sich um die Drei-Minuten-Marke, folgen klassischen Songstrukturen und setzen auf große Refrains sowie eingängige Gitarrenriffs. Das sorgt für einen konstant hohen Unterhaltungswert, gleichzeitig fehlt es dem Album jedoch an Momenten, die nachhaltig überraschen oder sich deutlich vom restlichen Material abheben.
Die Produktion von Jack Stroem klingt druckvoll und angenehm roh.
Sie transportiert die Live-Energie der Band überzeugend, ohne den typischen Sleaze-Charakter glattzubügeln. Gerade Gitarren und Refrains stehen jederzeit im Vordergrund und verleihen den Songs die gewünschte Direktheit.
Kontakt:
(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)
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