top of page
NoRush Webzine

NEU   Tony Iommi – „From The Dark“: Der Meister des schweren Riffs blickt nach vorn · MANNTRA veröffentlichen „Wild Hunt“ mit Fabienne Erni

Pride Of Lions – „Unbridled“ Review: Große Melodien, ehrliche Emotionen und zeitloser AOR

Autorenbild: Stephan Sieger
Stephan Sieger
11. Juli
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 13 Stunden

Jim Peterik und Toby Hitchcock bleiben auch auf ihrem achten Studioalbum den Tugenden des klassischen Melodic Rock treu und liefern mit „Unbridled“ zwölf Songs voller Herz, Pathos und hymnischer Refrains.


Albumcover Unbridled - Pride Of Lions - Review

Tracklist:

1. Unbridled

2. Edge Of Forever

3. Don’t Waste A Wish On Me

4. 1000 Long Goodbyes

5. What The Whole World Needs To Know

6. I’ll Be Your Rock

7. Hell Or High Water

8. Ride The Lightning

9. Lose Like A Winner

10. I Can See In The Dark

11. I Can’t Let Go

12. A Mighty Noise




Veröffentlichungsdatum: 10. Juli 2026

Label: Frontiers Music Srl

Produktion: Jim Peterik

Mix: Larry Millas

Genre: AOR / Melodic Rock


Das Album „Unbridled“ jetzt bei JPC vorbestellen

oder im Frontiers Shop kaufen



Fazit der Redaktion:

Mit „Unbridled“ liefern Pride Of Lions ein Album ab, das die Stärken der Band eindrucksvoll bündelt. Große Melodien, ehrliche Emotionen und exzellentes Songwriting treffen auf eine Produktion, die den klassischen AOR-Sound respektiert und gleichzeitig

zeitgemäß präsentiert.


Jim Peterik beweist erneut sein außergewöhnliches Gespür für hymnische Songs, während Toby Hitchcock jede Komposition mit Leidenschaft und stimmlicher Klasse veredelt.


Wer modernen Trends hinterherjagt, wird hier vielleicht wenig Überraschendes entdecken. Wer jedoch melodischen Rock mit Herz, Charakter und musikalischer Reife schätzt, bekommt eines der stärksten AOR-Alben des Jahres 2026.




Was bekommen wir auf die Ohren?


Mit „Unbridled“ veröffentlichen Pride Of Lions ihr achtes Studioalbum und beweisen einmal mehr, warum sie seit über zwei Jahrzehnten zu den festen Größen des modernen AOR gehören. Jim Peterik und Toby Hitchcock setzen erneut auf große Melodien, emotionale Geschichten und hymnische Refrains – ohne Trends hinterherzulaufen oder ihre musikalischen Wurzeln zu verleugnen. Stattdessen liefern sie genau das, was Fans melodischen Rocks erwarten: ehrliches Songwriting, starke Stimmen und Arrangements, die auch nach mehreren Durchläufen im Ohr bleiben.


Dabei wirkt „Unbridled“ nicht wie der Versuch, das Genre neu zu erfinden. Vielmehr feiern Pride Of Lions genau jene Tugenden, die den klassischen Melodic Rock seit Jahrzehnten ausmachen: eingängige Hooks, emotionale Texte und Songs, die sowohl auf der großen Bühne als auch im heimischen Wohnzimmer funktionieren.


Hymnischer Auftakt voller Energie

Bereits der fast sechs Minuten lange Titeltrack „Unbridled“ setzt den Ton für das gesamte Album. Kraftvoll, melodisch und voller Aufbruchsstimmung entfaltet sich ein klassischer AOR-Einstieg, der die ungezügelte Energie des Albumtitels musikalisch widerspiegelt. Große Keyboardflächen, markante Gitarren und Toby Hitchcocks ausdrucksstarke Stimme verbinden sich zu einem Auftakt, der sofort zeigt, wohin die Reise geht.



Mit „Edge Of Forever“ folgt eine weitere Hymne, die melodische Eleganz und emotionale Weite miteinander verbindet. Pride Of Lions verstehen es wie kaum eine andere Band ihres Genres, Eingängigkeit mit einer warmen, fast nostalgischen Atmosphäre zu kombinieren, ohne dabei altmodisch zu wirken.



Emotionen stehen im Mittelpunkt

Die ruhigeren Momente gehören gleichzeitig zu den größten Stärken des Albums.

„Don't Waste A Wish On Me“ und „1000 Long Goodbyes“ beschäftigen sich mit Abschied, Hoffnung und den Spuren vergangener Beziehungen. Hitchcock interpretiert diese Songs mit bemerkenswerter Intensität und verleiht ihnen genau die emotionale Tiefe, die sie benötigen, ohne jemals ins Übertriebene abzudriften.


Ein besonderes Highlight bildet „I'll Be Your Rock“. Jim Peterik schrieb den Song als Hommage an eine Partnerschaft, die auch schwierige Zeiten übersteht. Gerade vor dem Hintergrund seiner jahrzehntelangen Ehe erhält diese Ballade eine spürbare Glaubwürdigkeit. Der Refrain entfaltet sich zu einer klassischen AOR-Hymne über Zusammenhalt, Vertrauen und Beständigkeit – schlicht, aber wirkungsvoll.


Zwischen Rockhymnen und nachdenklichen Momenten

Mit „Hell Or High Water“ und „Ride The Lightning“ zieht das Album das Tempo wieder an. Beide Songs setzen auf druckvolle Gitarrenarbeit und eingängige Hooks, ohne den melodischen Kern aus den Augen zu verlieren.


„Lose Like A Winner“ gehört dabei zu den spannendsten Titeln des Albums. Der Song erzählt davon, Niederlagen nicht als Scheitern, sondern als Teil des eigenen Weges zu akzeptieren – eine Botschaft, die hervorragend zum positiven Grundton der Platte passt.


Auch „I Can See In The Dark“ und „I Can't Let Go“ knüpfen nahtlos an dieses hohe Niveau an. Beide Stücke verbinden emotionale Texte mit den typischen, weit ausladenden Melodiebögen, für die Pride Of Lions seit jeher stehen.


Ein würdiges Finale

Den Abschluss übernimmt schließlich „A Mighty Noise“, das den Hörer mit einem letzten großen Finale verabschiedet. Stimmen, Gitarren, Keyboards und Rhythmusgruppe verschmelzen zu einem würdigen Schlusspunkt, der den hymnischen Charakter des Albums noch einmal eindrucksvoll unterstreicht.


Die Produktion von Larry Millas sorgt dabei für einen transparenten, druckvollen Sound, der die klassische Wärme des AOR bewahrt und gleichzeitig modern genug wirkt. Jeder Musiker erhält ausreichend Raum, ohne dass das Gesamtbild an Geschlossenheit verliert.


Klassischer AOR ohne Kompromisse

Natürlich ist „Unbridled“ kein Album, das das Genre neu definiert.

Viele Harmonien und Songstrukturen tragen unverkennbar Jim Peteriks Handschrift, und langjährige Fans werden manche Wendung bereits kennen. Genau darin liegt jedoch auch eine der größten Stärken der Platte.


Pride Of Lions müssen niemandem mehr beweisen, dass sie innovativ sein können. Stattdessen konzentrieren sie sich darauf, ihre Qualitäten konsequent auszuspielen

– und genau das gelingt ihnen auf beeindruckende Weise.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM - consulting for music and media)



In diesem Beitrag sind Affiliate-Links enthalten. Wenn ihr darüber einkauft, unterstützt ihr norush-webzine.com.

Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Kommentare


Tony Iommi – „From The Dark“: Der Meister des schweren Riffs blickt nach vorn

AUS DIESER RUBRIK

TONY IOMMI – „FROM THE DARK“: DER MEISTER DES SCHWEREN RIFFS BLICKT NACH VORN

Tony Iommi knüpft mit Jørn Lande an die düsteren Black-Sabbath-Jahre mit Ronnie James Dio und Tony Martin an. Mächtige Riffs treffen auf Texte über Verlust, Endlichkeit und die Spuren, die ein Musiker hinterlässt.

In Extremo – „Tranquilo II“: Alte Lieder auf neuen Wegen

AUS DIESER RUBRIK

IN EXTREMO – „TRANQUILO II“: ALTE LIEDER AUF NEUEN WEGEN

Für ihr zweites Akustikprojekt ziehen In Extremo nicht einfach den Stecker. Die Band verändert Rhythmen, Tempi und Stimmungen so gründlich, dass viele bekannte Stücke eine neue Wirkung entfalten.

Storm Force – „Truth“ im Review: Harte Kante, große Melodien und ein stiller Höhepunkt

AUS DIESER RUBRIK

STORM FORCE – „TRUTH“ IM REVIEW: HARTE KANTE, GROSSE MELODIEN UND EIN STILLER HÖHEPUNKT

Sechs Jahre nach „Age Of Fear“ kehren Storm Force mit einem Album zurück, das tief im melodischen Hard Rock der Achtziger verwurzelt ist. Starke Refrains, Patrick Gagliardis wandelbarer Gesang und eine berührende Schlussballade tragen „Truth“.

bottom of page