Iconic – „II“ Review: Hard Rock mit Starbesetzung und jeder Menge Spielfreude
Nathan James, Michael Sweet, Joel Hoekstra, Marco Mendoza und Tommy Aldridge vereinen ihre Erfahrung zu einem klassischen Hard-Rock-Album, das lieber auf starke Songs als auf Experimente setzt.

Tracklist:
1. Cry No More
2. All I Want
3. Open My Eyes
4. Tears Keep On Falling
5. Take Me To The Place
6. S.O.S.
7. Nothing Left For Me
8. Far Away
9. Valley Of Lost Souls
10. Written In The Stars
11. Heart Of Stone
Veröffentlichungsdatum: 31. Juli 2026
Label: Frontiers Music Srl
Genre: Hard Rock / Melodic Hard Rock
Laufzeit: ca. 44:58
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Fazit der Redaktion:
Iconic macht genau das, was man von einer Band mit dieser Besetzung erwarten darf: erstklassig gespielten Hard Rock mit großen Melodien, kraftvollen Refrains und einer Produktion auf internationalem Niveau. Innovationen sucht man zwar vergeblich, doch genau das dürfte viele Fans kaum stören.
Iconic konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen und liefern ein Album ab, das von der Erfahrung seiner Musiker lebt. Besonders Nathan James überzeugt mit einer herausragenden Gesangsleistung, während Michael Sweet und Joel Hoekstra das Gitarrenspiel jederzeit geschmackvoll und songdienlich gestalten.
Ein wenig mehr Mut zum Risiko hätte der Platte zusätzliche Eigenständigkeit verliehen
– als souveränes Melodic-Hard-Rock-Album funktioniert „II“ jedoch ausgezeichnet.
"Starbesetzung, starke Songs: Iconic liefern klassischen Hard Rock ohne Umwege."
Bei Iconic weiß man ziemlich schnell, woran man ist. Nathan James singt, Michael Sweet und Joel Hoekstra teilen sich die Gitarren, Marco Mendoza übernimmt den Bass und Tommy Aldridge sitzt hinter dem Schlagzeug. Bereits diese Besetzung macht deutlich, wohin die Reise geht.
Hier treffen Jahrzehnte an Bühnenerfahrung aufeinander – mit einem gemeinsamen Ziel: klassischen Hard Rock auf höchstem Niveau.
„II“ versucht nicht, das Genre neu zu definieren. Stattdessen setzt das Album konsequent auf große Refrains, druckvolle Gitarren und jene selbstbewusste Attitüde, die klassischen US-Hard Rock seit den Achtzigerjahren auszeichnet. Genau darin liegt seine größte Stärke.
Ein Auftakt voller Energie
Mit „Cry No More“ legen Iconic direkt los. Die Gitarren bauen sofort Druck auf,
Tommy Aldridge treibt den Song mit seiner unverkennbaren Dynamik nach vorne und Nathan James demonstriert eindrucksvoll, warum er zu den stärksten Rocksängern seiner Generation gehört. Ohne lange Einleitung entfaltet der Opener seine Wirkung und macht sofort Lust auf mehr.
Auch „All I Want“ und „Open My Eyes“ bleiben dieser Linie treu. Die musikalischen Wurzeln liegen hörbar bei Whitesnake, Dokken oder Stryper, dennoch wirkt das Album keineswegs wie eine bloße Kopie vergangener Zeiten. Michael Sweet und Joel Hoekstra ergänzen sich hervorragend, verzichten auf unnötige Virtuosität und stellen ihre Soli konsequent in den Dienst der Songs.
Gefühl ohne Kitsch
Mit „Tears Keep On Falling“ erreicht das Album seinen emotionalsten Moment.
Die Ballade verbindet Herzschmerz und Pathos mit einer angenehmen Bodenständigkeit. Trotz aller Emotionen behalten die Gitarren genügend Präsenz, sodass der Song nie ins Sentimentale abrutscht.
Gerade solche Titel zeigen, dass Iconic mehr sind als eine All-Star-Band. Nathan James trägt den Song mit viel Ausdruck und verleiht ihm genau jene Glaubwürdigkeit, die klassische Hard-Rock-Balladen benötigen.
Druckvolle Hard-Rock-Hymnen
Zu den stärksten Songs des Albums zählt „Take Me To The Place“.
Das Stück lebt von seinem direkten Groove, eingängigen Riffs und einem Refrain, der sich bereits nach wenigen Durchläufen festsetzt. Man kann sich problemlos vorstellen, wie dieser Song live für Begeisterung sorgt.
„S.O.S.“ folgt kompakter und geradliniger, bevor „Nothing Left For Me“ etwas dunklere Klangfarben anschlägt und dem Album zusätzliche Tiefe verleiht.
Konstante Qualität bis zum Schluss
Auch in der zweiten Albumhälfte bleibt das Niveau bemerkenswert konstant.
„Far Away“ setzt auf große Melodien und Sehnsucht, während „Valley Of Lost Souls“ den dramatischen Charakter des Albums noch einmal verstärkt.
Hier zeigt sich besonders deutlich, welchen Stellenwert Nathan James innerhalb der Band besitzt. Seine kraftvolle Stimme verleiht selbst konventionelleren Kompositionen eine Größe, die viele vergleichbare Produktionen nicht erreichen.
Mit „Written In The Stars“ greifen Iconic den hymnischen Charakter des Albums erneut auf, bevor „Heart Of Stone“ einen würdigen Schlusspunkt setzt. Zwar fehlen echte Überraschungen, doch gerade die Konsequenz, mit der die Band ihren Stil verfolgt, dürfte Fans des Genres gefallen.
Klassischer Sound mit moderner Produktion
Produktionstechnisch präsentiert sich „II“ auf höchstem Niveau. Die Gitarren klingen druckvoll und transparent, Nathan James steht angenehm präsent im Mix und die Rhythmussektion sorgt jederzeit für Stabilität.
Tommy Aldridge beweist eindrucksvoll, dass er nichts von seiner Energie verloren hat. Marco Mendoza liefert ein solides Fundament, ohne sich in den Vordergrund zu spielen.
Das Ergebnis ist ein rundes Klangbild, das modern produziert ist und gleichzeitig den klassischen Hard-Rock-Charakter bewahrt.
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