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Konzertbericht: KREATOR (Special Guest: Carcass, Support: Exodus & Nails)

im Rahmen der UK & Europe Tour, vom 17. April 2026 von der Inselpark Arena in Hamburg


Tourplakat Kreator UK and Europe 2026

Mit einem beinahe sommerhaft wirkenden Tag in der Hansestadt Hamburg setzt das Geschehen in der Inselpark-Arena Kontraste:


Lang ersehnt finden Kreator - mit Support-Acts und Special Guest - nach Hamburg zurück und sorgen für einen unvergesslichen Abend!


Bereits vor dem Einlass reihen sich mit mehr und mehr Fülle die Gäste vor der Arena aneinander. Miteinander warten, miteinander vorfreudig auf den Abend blicken.

Zwischen baldigen Neuentdeckungen und wohlvertrauten Klängen.


Als die Tore sich öffnen strömen die Besucherinnen und Besucher hinein und finden sich in einem entspannten Klima im Innenraum der Inselpark-Arena ein.

Beim Betreten wird direkt klar: Es liegt etwas Großartiges in der Luft.

Der Saal ist in blau-rotes Licht getaucht. Anziehend, einfangend.


Die ersten Gäste erreichen die erste Reihe - touch the barricade.

Andere nehmen auf den Rängen Platz, welche alsbald das Treiben

vor der Bühne umrahmen.


Ankommen, einfinden - die Ruhe vor dem Sturm.



Zwei Support-Acts mit maximaler Power 


Nails 1

Nails durchbrechen die Stille auf der Bühne und eröffnen den Abend mit einem vollen, starken und beeindruckenden Start. Weniger dynamisch in ihrem Bühnengeschehen, doch stets mit persönlicher Expression, ziehen sie das Publikum an und setzen Akzente mit ihrer Bühnenpräsenz. Ankerpunkte voller Energien und harschen Klängen. 


Nails 2

Roh und deutlich, gleichzeitig geprägt von Schnelligkeit und Treibkraft. Sie lassen keine Zeit zum sachten einfühlen in ihre Songwelten, sondern preschen regelrecht voran. 


Nails 3

Bereits im Publikum wird deutlich: Die Menge hat große Lust und lässt sich nur allzu gerne von Nails mitreißen - auch steht ihnen die Freude zu Gesicht geschrieben.

Ein erster Crowdsurfer wird über die Menge getragen. Song für Song sind wird deutlich:

Sie wissen, was sie tun und womit sie begeistern. Kraftvoll, schnell und mit Klanggewalt.


Ein eindrücklicher Start des Konzertabends.



Exodus hat das Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde voll im Griff.

Sie zeigen sich dynamisch und nehmen mit ihrem Act Bühnen- und Klangräume vollkommen ein.


Eine Handbewegung des Sängers genügt, und das Publikum - welches jedoch keinesfalls den ganz eigenen Ausdruck und Dynamik verliert - folgt. 


Beidseitige Energien - Band und Publikum - treffen aufeinander und

schaffen eine unverkennbare Atmosphäre.


Exodus 1

Exodus spielen Slayers „Reign in Blood“ an, als sie ein größeres Pit wollten.

Sie sind direkt und fordernd und das Publikum mehr als bereit sich darauf einzulassen.


Exodus 2

Kein Halten, nur pure Energie. Wurde das Eis bereits bei Exodus gebrochen, gibt es nun kein Halten mehr: Die Crowdsurfer schweben nach und nach über die Köpfe des Publikums und strahlen Dynamik aus. Ein intensives musikalisches und dynamisches Erlebnis. 


Exodus 3

Kurz vor Ende des Auftritts gibt der Sänger das bekannte Zeichen.

Die Menge möge sich in der Mitte teilen. Alle wissen was nun kommt.

Die Musik schwillt an, die Energie in der Arena ist hoch.

Auf das Signal des Sänger branden die Fans in der Wall of Death aufeinander.


Exodus 4


Special Guest Carcass stehen als unmittelbare Band vor Kreator als letzte Support-Band auf der Bühne. Von Beginn an werfen sie den Besucherinnen und Besuchern massive Energien entgegen und lassen keine Zeit zum Abklingen dieser. Die Songs reihen sich dicht aneinander - mit Absicht und Kraft dahinter.


Carcass 1

Sie werfen lichttechnische Kontraste auf, spielen ab und an mit hellerer Lichtdynamik, dessen beinahe leicht anmutende Ausstrahlung dennoch die Härte ihrer Klänge nicht mindert. Nicht nur an dieser Stelle, sondern ebenso in ihren Songs und ihrer Bühnendynamik werfen sie Kontraste auf, in Tempo, Bewegung

und Ausdrucksweise auf der Bühne.


Carcass 2

Gitarren, welche in die Höhe gehalten und damit in den Fokus des Geschehens und der Aufmerksamkeit gerückt werden, ohne das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren. Präsenzmomente, welche ihre Auftritt in besonderer Weise auszeichnen.


Carcass 3

Stärker als zuvor umspielt ebenso Nebel das Bühnengeschehen, dennoch sind die Klänge von Carcass klar und ausdrucksstark. Ein eindrückliches und nachhallendes Erlebnis. 


Carcass 4


Wirkten alle Acts bereits wie eine eigene Mainact-Welt, entführen Kreator nach ihrer Umbaupause das Publikum im noch weitere musikalische

und bandgeschichtliche Dimensionen.


Abriss, Zeitreise und Vielgestalt

Noch trennt der Kabuki Bühnengeschehen und Publikum, doch werden auch in der Umbauphase erst Requisiten sichtbar, welche ein umfängliches Bühnenbild

vermuten lassen.


Kreator 1

Es wird heiß im Saal. Als das Konzert beginnt, eröffnen Kreator - noch hinter dem Vorhang verborgen - das Geschehen mit dem Song „Eve of Destruction“, begleitet von einer Videoperformance. Als diese das Ende anklingen lässt, wandert der Fokus Spot für Spot im Schattenspiel auf die Bandmitglieder. Bereit für einen unvergesslichen Abend.


Kreator 2

Dann fällt der Vorhang und das Publikum findet sich voller Energie, unfassbarer Kraft und Ausstrahlung in der Konzertwelt von Kreator wieder. 


Kreator 3

Wie bereits erahnt, erwartet und geliebt fällt das aufwändige Bühnenbild den Gästen ins Auge. Immer wieder zieht es die Blicke an, doch stehen vor allem die Sounds und Dynamik der Band - gemeinsam - im Vordergrund. So gibt es nicht selten Momente, in welchen die Künstler auf der Bühne miteinander interagieren - sogar zu dritt mit ihren Gitarren zueinander finden - ohne die Drums, mit welchen sie getragen werden,

in ihrer Energie auszuschließen.


Kreator 4

Sie geben Einblicke in ihre Bandgeschichte zum Besten, spielen sogar einen Song aus ihrem allerersten Album. Die Menge ist begeistert und feiert dies sehr. Im nächsten Moment findet sich diese im Konfettiregen wieder – nicht nur ein mal. Ein eindrucksvolles, alle Sinne ansprechendes Konzerterlebnis, welches Kreator an diesem Abend in Hamburg schafft.


Schließen die Gäste für einen Moment die Augen - auch wenn das Geschehen mehr als anziehend wirkt - so werden ihre Songs und dessen Durchdringlichkeit

auch auf diese Weise spürbar.


Kreator 5

Kreator bringen die Arena also regelrecht zum Kochen: Aufwändig und vielgestaltig, gleichzeitig kompromisslos und direkt. Miteinander, füreinander. 


Kreator 6

Das Publikum erhält eine aufgeladene Einladung zum Fühlen und gefühlt werden.

Kreator rufen selbst zum Massencrowdsurfing auf, heizen das Publikum an und werfen ihm nichts als gewaltige Energie entgegen, welche in Begeisterung zurückschallt. 

Es gleicht dem „Security Stresstest“ eines Kataklysmkonzertes.


Sie geben ein eindrucksvolles, begeisterndes Gesamtbild, in welchem sie ebenso Spitzenmomente schaffen, die diesen Auftritt in Hamburg auszeichnen.


Konfetti- und Nebeltechnik verleihen ihrem Auftritt Tiefe und Ausdrucksstärke. Vielgestaltig, ebenso mit figürlichem „Besuch“ auf der Bühne, während der Zwischenspiele, ist ihr Act reichhaltig, gleichzeitig ein durchdachtes und damit einfangendes Gesamtkonzept. 

 

Ein legendärer und intensiver Abend, welcher allen Besucherinnen und Besuchern gewiss noch lange in Erinnerung bleiben wird.


 

Text: Josefina Weigelt & Jan Jacobsen

Fotos: Jan Jacobsen


Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Check Your Head & Nuclear Blast für die Akkreditierung

und die tolle Betreuung vor Ort.


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