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Subway to Sally feiern emotionales Tourfinale mit „Nackt III – Lügen & Legenden“ in Dresden

Dresden | Alter Schlachthof | 09. Mai 2026


Tourplakat Nackt III - Subway to Sally

Mit dem großen Tourfinale ihrer „Nackt III – Lügen & Legenden“-Reihe verwandelten Subway to Sally den Dresdner Alten Schlachthof am Samstagabend in einen Ort zwischen Mystik, Theater und Lagerfeuerromantik. Statt donnernder Gitarrenwände und brachialer Festivalenergie stand diesmal die leise Kraft ihrer Songs im Mittelpunkt.


intensiv, emotional und überraschend nahbar.


Ein Bühnenbild zwischen Kathedrale und Geschichtenerzähler-Romantik

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Die Bühne war einer kirchenähnlichen Halle nachempfunden, komplett mit angedeuteten Fresken und Säulen. Ein drapierter weinroter Vorhang auf Leinwand rahmte den Blick auf eine Konstruktion über zwei Etagen. Auf beiden Ebenen standen imposante, thronähnliche Stühle bereit – ein visuelles Versprechen auf einen Abend voller Würde und Geschichtenerzählung.


Der erste Teil: Intimität und Fokus

Als Ingo Hampf die Bühne betrat und mit „Lacrime 74“ den Abend eröffnete, wurde es augenblicklich still im Saal. Unter großem Applaus nahmen anschließend die übrigen Bandmitglieder sowie Tour-Cellist B. Deutung auf ihren Thronesitzen Platz.


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Tiefrote Lichtstimmungen tauchten die Bühne in warme Farben, während die komplett in Schwarz gekleidete Band von Ally Storchs imposantem roten Kleid kontrastiert wurde – ein starker visueller Mittelpunkt.


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Besonders markant:

Die Rückenlehnen der Throne leuchteten passend zur Lichtstimmung auf.


Mit „Feuerkind“ startete der erste Konzertteil voll durch und zeigte, wie gut die Songs auch in reduzierter Form funktionieren. Die ungewohnte Sitzplatz-Atmosphäre erwies sich dabei schnell als Vorteil: Statt Moshpit und Dauerbewegung lag der Fokus vollständig auf den Arrangements, den Texten und den vielen kleinen musikalischen Details.


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Nach der vertrauten Begrüßung „Hallo Freunde“ folgten „Eisblumen“ und „Auf dem Hügel“, begleitet von rhythmischem Klatschen des Publikums. Frontmann Eric Fish führte gewohnt charismatisch und mit viel Humor durch den Abend und erinnerte daran, dass sich

Subway to Sally schon immer mit den dunklen Seiten des Lebens beschäftigt hätten.



Besonders eindringlich geriet dabei „Böses Erwachen“, das in seiner akustischen Neuinterpretation fast schmeichelnd daherkam und gerade dadurch seine Wirkung voll entfaltete.


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Eric brachte es passend auf den Punkt:

Das Böse komme eben oft leise und umgarnend daher.


Ein emotionaler Höhepunkt folgte mit „Traum vom Tod“, das der gesamte Saal lautstark mitsang. Auch „Minne“ und „Herz in der Rinde“ wurden kunstvoll miteinander verwoben und bekamen durch die reduzierte Instrumentierung eine fast fragile Intensität.


Als schließlich „Rätsel II“ angestimmt wurde, zeigte sich, dass selbst ein sitzendes Publikum mühelos Ekstase erzeugen kann – der Jubel im Schlachthof war ohrenbetäubend.


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Für einen der intimsten Momente des Abends sorgten Ingo Hampf und Eric Fish allein mit „Kleid aus Rosen“. Das Summen und Mitsingen der Fans ließ den gesamten Saal wie einen einzigen vibrierenden Klangkörper wirken.


Mit „Was ihr wollt“ und „Weit ist das Meer“ verabschiedete sich die Band anschließend

in eine 20-minütige Pause.


Der zweite Teil: Von Krähen, Ratten und dem Befreiungsschlag

Nach der Unterbrechung wurde der Abend spürbar lockerer.

Zu „Wenn Engel hassen“ reckten sich die Pommesgabeln in die Höhe, bei „Leinen los“ imitierte das Publikum Meereswellen mit den Händen, während bei „Falscher Heiland“

ein Meer aus Armen durch die Luft flatterte.


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Ein besonderes Schmankerl war der Folkloretitel „Krähenfraß“. Während des Songs bewegte sich eine grazil tanzende Krähe über die Bühne und forderte Eric Fish

auch zu einem Tänzchen heraus.


Überhaupt glänzte der Frontmann zwischen den Songs mit kleinen lustigen Anekdoten: Bei dem Doppelpack „Ratten“ und „Arche“ erzählte er von dackelgroßen Ratten mit schlechtem Musikgeschmack, mit denen sie sich in der Anfangszeit den zum Probenraum umfunktionierten Kohlenkeller teilten. Visuell dazu "segelte" ein kleines Schlauchboot mit putzigen Rattenfiguren über das Publikums hinweg und sorgten für viele lachende Gesichter.


Das große Finale hebt den Schlachthof aus den Sitzen

Gegen Ende des Abends zeigte sich Eric Fish beeindruckt von der Disziplin der Fans,

die so lange auf ihren Stühlen ausgehalten hatten.


Dies war das Signal – wie eine Erlösung...


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Bei einem Partymedley aus „Sag dem Teufel“, „Ohne Liebe“ und

„Tanz auf dem Vulkan“ hielt es dann niemanden mehr auf den Stühlen.


Bei „Sieben“ wurde das Publikum noch einmal voll eingebunden und verwandelte den Saal in einen riesigen Karaoke-Chor. Spätestens beim obligatorischen „Veitstanz“ erreichte

die Stimmung ihren Höhepunkt.


Arm in Arm verabschiedete sich die Band schließlich tief verbeugend vom Dresdner Publikum – doch natürlich durfte auch der traditionelle Schlachtruf nicht fehlen:

„Blut, Blut, Räuber saufen Blut!“ hallte lautstark durch den Alten Schlachthof.


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Als Zugabe präsentierten Ingo Hampf und Eric Fish zunächst „Maria“, bevor

„Julia und die Räuber“ dem Abend einen letzten, eindrucksvollen Schlusspunkt setzte


inklusive eines weiteren Beweises dafür,

wie kraftvoll und vielseitig ein Dudelsack klingen kann.


Fazit

Mit „Nackt III – Lügen & Legenden“ zeigten Subway to Sally eindrucksvoll, wie zeitlos und erzählerisch stark ihr Songmaterial ist. Die akustische Ausrichtung gab Melancholie, Ironie und textlichen Feinheiten deutlich mehr Raum als eine klassische Rockproduktion.

Gerade dadurch gewann der Abend an Intensität.


Subway to Sally 10

Das Tourfinale in Dresden war entschleunigt, atmosphärisch dicht

und gleichzeitig voller Energie


ein Konzert, das bewies, dass große Songs nicht zwingend Lautstärke brauchen.


Und eine erfreuliche Nachricht wurde ebenso verkündet:

Die „Nackt“-Reihe soll im Herbst 2027 fortgesetzt werden.


...Konzert auch im Schlachthof? Bestimmt...




©Text: Saskia Giedow-Luboch

©Fotos: Stephan Sieger


Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Bernd Aust Kulturmanagement GmbH

für die Akkreditierung und die sehr gute Organisation...


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