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Konzertbericht: Warkings, Visions of Atlantis mit Induction als Special Guest

Pirates & Kings over Europe: Eine epische Allianz im Leipziger Hellraiser (14.02.2026)


Tourplakat Pirates and Kings 2026


Wenn sich zwei mächtige Kräfte des Symphonic und Power Metal vereinen,

dann steht die Welt des Stahls für einen Abend still

oder sie gerät, wie im Falle der „Pirates & Kings“-Tour, erst recht in Bewegung.


Am 14. Februar 2026 verwandelte sich das Leipziger Hellraiser in das Epizentrum

einer spektakulären Live-Offensive:


WARKINGS und VISIONS OF ATLANTIS begaben sich gemeinsam auf große Fahrt,

um die Bühne zu erobern.

Mit Induction als Special Guest im Gepäck war das Line-up

für einen unvergesslichen Abend komplett.


Schon lange vor dem ersten Riff war die Vorfreude förmlich greifbar.

Bereits um 17:00 Uhr öffnete der „Stahlgarten“ des Hellraiser seine Tore.

Unter Gleichgesinnten verging die Zeit bis zum Einlass um 18:00 Uhr wie im Flug.


Es war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, bevor drei Bands,

jede auf ihre Art einzigartig, den Club in eine Welt aus symphonischen Klängen, mitreißenden Gitarrenwänden und purer Metal-Atmosphäre entführten.



Induction - Ein fulminanter Auftakt


Punkt 19:00 Uhr senkte sich das Licht im Hellraiser Leipzig, und mit den ersten Tönen von „Beyond the Horizons“ begann der Abend ohne Verzögerung.


Induction 1
(Gabriele Gozzi)

Die Gitarren legten eine klare Spur durch den Raum, das Schlagzeug gab eine stabile Richtung vor. Schon während des Openers reagierte das Publikum aufmerksam.

Erste Arme hoben sich, Applaus setzte ein, und die anfängliche Zurückhaltung wich spürbarer Präsenz.


Induction
(Justus Sahlman & Tim Kanoa Hansen)

Sänger Gabriele Gozzi führte ruhig durch das Set.

Zwischen den Songs sprach er über die internationale Zusammensetzung der Band und darüber, dass Herkunft an diesem Abend keine Rolle spiele.


Induction 3

Seine Worte wirkten nicht wie eine große Ansage, sondern wie eine einfache Feststellung, die vom Publikum mit zustimmendem Applaus aufgenommen wurde. Die neuen Songs aus dem aktuellen Album Love Kills fügten sich dabei selbstverständlich in den Ablauf ein und gaben dem Set eine spürbare Aktualität.


Ein besonderer Moment entstand bei „Gods of Steel“.

Der Song steigerte sich kontrolliert, bis Gozzi den letzten Ton ungewöhnlich lange hielt.

Für einen kurzen Augenblick schien der Raum innezuhalten, bevor der Applaus einsetzte.


Induction 4

Noch persönlicher wurde es, als das Publikum plötzlich „Happy Birthday“ anstimmte – eine spontane Geste für den Frontmann, der an diesem Abend Geburtstag hatte.

Gozzi wirkte sichtlich überrascht und nahm den Moment mit einem dankbaren Lächeln auf.


Induction 5
(Markus „Maks“ Felber)

Mit „Queen of Lights“, den „Metal-Ladies“ gewidmet, fand das Set seinen Abschluss.

Nach rund 35 Minuten verließen Induction die Bühne und hinterließen einen Raum, der sich verändert hatte. Die anfängliche Erwartung war einer spürbaren Nähe gewichen und der Abend bereit, seinen nächsten Abschnitt zu beginnen.


Induction 6



Fazit:

Der Auftritt von Induction setzte einen klaren, konzentrierten Auftakt für den weiteren Abend. Trotz des Fehlens von Bassist Dominik Gusch entwickelte die Band ohne Umwege eine stabile Bühnenpräsenz, getragen von präzisem Zusammenspiel

und einer ruhigen, souveränen Führung.


So entstand ein Auftakt, der bewusst kompakt wirkte und seine Stärke vor allem aus Klarheit und Konzentration zog.


Das Fernbleiben von Dominik Gusch blieb jedoch ohne offizielle Erklärung und hinterließ damit ein kleines Fragezeichen zum Beginn des Abends.



Visions of Atlantis: Auf Kaperfahrt im Hellraiser


In Windeseile verwandelte die Piraten-Crew die Bühne in ein Piratenschiff.

(Respekt an die Koordination der Crew)


Das Bühnendesign im Hellraiser war ein echter Hingucker:

Mit einem Schiffaufbau, Kanonen, Gebein-Mikroständern und einem leuchtenden Vollmond im Hintergrund entführte uns Visions of Atlantis auf hohe See.


Visions of Atlantis 1

Die Reise begann sanft mit der Einstimmung durch „To Those Who Choose To Fight“, bevor die Band mit „The Land of the Free“ voll durchstartete.


Visions of Atlantis 2

Das harmonische Zusammenspiel der Bandmitglieder und die kraftvolle Stimme von Sängerin Clementine Delauney zogen die Besucher sofort in ihren Bann.


Zwischen Säbelrasseln und Bauchtanz


Visions of Atlantis verstanden es prächtig, die Piraten-Thematik visuell

und musikalisch umzusetzen:


Visions of Atlantis 3

Bei „Mercy“ posierte Sänger Michele triumphierend mit einem Säbel, während Clementine bei „Tonight I’m Alive“ mit orientalischen Bauchtanz-Hüftschwüngen für eine ganz besondere Ästhetik sorgte.


Visions of Atlantis 4

Die Piratenstimmung kam definitiv nicht zu kurz: 

Zu „Legions of the Seas“ wurde die schwarze Fahne geschwungen,

und bei Hymnen wie „Heroes of the Dawn“ und „Hellfire“ verwandelte sich der Hellraiser endgültig in eine wilde Piratenparty.


Visions of Atlantis 5

Emotionale Highlights und Outfit-Wechsel


Besonders stimmungsvoll wurde es bei „Underwater“.

Clementine erschien in einem fließenden grünen Kleid, dessen Ärmel im Wind flatterten und die Unterwasser-Atmosphäre perfekt unterstrichen.


Visions of Atlantis 6

Direkt im Anschluss, bei „Pirates Will Return“, trug sie eine Krone wie eine Meeresgöttin, während die gesamte Masse im Hellraiser mit den Armen  ruderte

ein beeindruckendes Bild, was sich da im Hellraiser zeigte.


Visions of Atlantis 7

Ein ganz besonderes Geburtstagsständchen


Auch für Visions of Atlantis brachte dieser 14. Februar im Hellraiser Leipzig eine persönliche Note mit sich. Gitarrist Christian Douscha feierte an diesem Abend auch seinen Geburtstag. Während einer kurzen Pause im Set wurde eine Torte auf die Bühne gebracht und ihm unter dem Applaus des Publikums überreicht.


Visions of Atlantis 8

Douscha nahm die Geste mit einem Lächeln entgegen,

während seine Bandkollegen den Moment sichtbar genossen.


Visions of Atlantis 9

Beim Song „Armada“ wurde der Refrain kurzerhand angepasst:

Statt der bekannten Textpassage „hail Jolly Roger“ war deutlich

„Happy Birthday Douschi“ aus der Menge zu hören.


Visions of Atlantis 10

Mit „Melancholy Angel“ näherte sich der Auftritt seinem Ende.

Der Song brachte noch einmal Bewegung in die vorderen Reihen, bevor die Band sich verabschiedete. Der Applaus hielt an, während die Bühne für den abschließenden Auftritt der Warkings vorbereitet wurde.


Visions of Atlantis 11

Fazit:

Visions of Atlantis verwandelten den Hellraiser nicht nur optisch, sondern auch dramaturgisch in eine geschlossene Themenwelt. Die Band verband aufwendige Inszenierung, klare Rollenbilder und musikalische Präzision zu einem Set,

das konsequent seiner eigenen Ästhetik folgte.


Visions of Atlantis 12

Zwischen kraftvollen Hymnen und bewusst gesetzten emotionalen Momenten entstand ein Spannungsbogen, der das Publikum dauerhaft einband.


So blieb der Eindruck eines Auftritts, der weniger von einzelnen Höhepunkten lebte als von seiner durchgehenden Geschlossenheit


eine konsequent umgesetzte Reise, die den Abend auf sein Finale vorbereitete.


Visions of Atlantis 13



Warkings: Ein Finale, das den Abend zusammenführte


Nach einer kurzen Umbaupause senkte sich das Licht im Hellraiser Leipzig erneut.


Warkings 1

Die Bühne lag für einen Moment im Halbdunkel, dann setzte das Intro

zu „Ghengis Khan“ ein. Mit den ersten Takten betraten Warkings die Bühne

und nahmen den Raum sofort wieder ein.


Warkings 2

Der Song wirkte wie ein klares Signal:

Das letzte Kapitel des Abends hatte begonnen.


Schon früh zeigte sich, wie eng Band und Publikum miteinander arbeiteten.

Mit „Maximus“, „Armageddon“ und „Hephaistos“ blieb das Set in ständiger Bewegung.


In den vorderen Reihen wurde gesprungen, weiter hinten klatschten viele im Takt, und immer wieder erhoben sich geschlossene „Ah-Hu“-Rufe, die durch den gesamten Saal getragen wurden.


Warkings 3

Der Tribune stand dabei im Zentrum des Geschehens.


Warkings 4

Mit erhobener Hand lenkte er die Reaktionen, ließ die Menge lauter werden oder nahm sie mit einem kurzen „Silencium“ bewusst zurück.


Diese Wechsel zwischen Lautstärke und plötzlicher Ruhe gaben dem Auftritt

eine klare Struktur.


Warkings 5

Eine zentrale Rolle nahm dabei auch Morgana le Fay ein.


Ihre Auftritte wirkten wie ein eigenständiger Gegenpol zur Hauptstimme.


Mit scharfen Shouts und tiefen Growls setzte sie gezielte Akzente, die den Songs zusätzliche Schärfe gaben. Ihre Einsätze waren präzise gesetzt und blieben im Gedächtnis, weil sie den ohnehin kraftvollen Stücken eine weitere Ebene hinzufügten.


Warkings 6

Action, Nachwuchs und Gummireifen

Auch einzelne Szenen abseits der eigentlichen Songs prägten den Eindruck.


Crowdsurfing mal anders: 

Zu den Klängen von „Warriors“ begab sich eine mutige „Metal-Lady“ auf eine abenteuerliche Reise. In einem Gummiring ließ sie sich auf den Händen des Publikums über die Köpfe hinweg tragen.


Warkings 7

Die nächste Metal-Generation: 

Auch der Metal-Nachwuchs kam nicht zu kurz.

Die jungen Fans Marvin und Johannes wurden auf die Bühne geholt,

vom gesamten Hellraiser bejubelt und mit lautstarken „Ah-Hu“-Rufen geehrt.


Warkings 8


Die Allianz der „Pirates & Kings“


Ein verbindender Moment entstand bei „Pirates and Kings“, als Clementine sowie Gabriele Gozzi und Christian Douscha von Visions of Atlantis zurückkehrten.


Warkings 9

Gemeinsam standen beide Bands auf der Bühne und machten den Gedanken

dieser Tour noch einmal sichtbar.


Warkings 10


Der "letzte" Sturm bricht los

Mit den ersten Takten von „We are the Fire“ veränderte sich die Stimmung im Hellraiser noch einmal spürbar. Viele im Publikum reagierten instinktiv: Brillen wurden abgenommen und sicher verstaut, Jacken enger gezogen, ein kurzer Blick nach links und rechts.

Es war diese wortlose Übereinkunft, dass sich gleich etwas in Bewegung setzen würde.


Warkings 11

Im Zentrum der Menge entstand zunächst eine kleine Lücke, kaum mehr

als ein Kreis aus erwartungsvollen Blicken.


Dann trat der Warrior, den Hammer erhoben, an den Rand dieses freien Raums und gab das Zeichen. Mit dem einsetzenden Rhythmus begann sich der Kreis zu drehen.


Erst zögerlich, dann immer schneller.


Warkings 12

Der Circle Pit nahm Form an, wurde stabiler, fand seinen eigenen Fluss.

Schuhe rutschten über den Boden, Schultern streiften sich, Arme hielten das Gleichgewicht.


Trotz aller Dynamik blieb es kontrolliert,

getragen vom gemeinsamen Verständnis der Situation.


Warkings 13

Auf der Bühne hielten Warkings den Druck konstant.


Der Tribune beobachtete das Geschehen aufmerksam, während Morgana mit ihren scharfen Shouts und dunklen Growls zusätzliche Schärfe in den Song legte.

Ihre Stimme schnitt durch den Raum und verstärkte die Intensität dieses Moments,

ohne ihn zu überlagern.


Warkings 14

Als „We are the Fire“ endete, brauchte es keine Pause.

Mit „Sparta“ folgte eine Hymne, die vom Publikum sofort aufgenommen wurde.


Warkings 15

Die Bewegungen verlagerten sich vom Kreis zurück in die Fläche vor der Bühne.

Viele reckten die Fäuste in die Höhe, sangen die Refrains mit, manche schlossen für einen Moment die Augen, als wollten sie diesen Abschnitt festhalten.


Warkings 16

„Gladiator“ bildete schließlich den Abschluss.

Die letzten Zeilen wurden laut mitgetragen, fast geschlossen, bevor die Instrumente verstummten. Für einen Augenblick blieb der Raum in diesem Zustand zwischen Bewegung und Stillstand. Dann setzte Applaus ein – lang, getragen, ohne Hast.


Warkings 17

Es war kein abruptes Ende, sondern ein kontrolliertes Auslaufen.


Warkings 18

Fazit:


Der Auftritt von Warkings im Hellraiser Leipzig wirkte weniger wie eine isolierte Headliner-Show, sondern wie der logische Abschluss eines sorgfältig aufgebauten Konzertabends. Von den ersten Takten an übernahm die Band die Kontrolle über den Raum und hielt die Verbindung zum Publikum bis zum letzten Song aufrecht.


Warkings 19

Ebenso prägend war Morgana le Fay, die mit ihren präzisen Shouts und tiefen Growls weit mehr als eine Begleitrolle einnahm. Ihre Stimme setzte markante Kontraste und verlieh den Songs zusätzliche Tiefe, die sich deutlich vom restlichen Klangbild abhob und den Auftritt nachhaltig prägte.


Am Ende blieb der Eindruck einer Band, die genau wusste, wie sie einen Abend zu Ende führen muss: mit Präsenz, klarer Dramaturgie und dem Gespür für den richtigen Moment.


Warkings 20

Warkings lieferten in Leipzig keinen überladenen Abschluss, sondern einen, der durch Kontrolle, Energie und sichtbare Verbindung zum Publikum in Erinnerung blieb.




©Text: Saskia Giedow-Luboch

©Fotos: Stephan Sieger


Wir bedanken uns an dieser Stelle bei

Oktober Promotion für die Akkreditierung und Organisation

sowie beim Team vom Hellraiser für die nette Betreuung vor Ort.


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