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STRYPER – „Throne Of Thorns“ Review: Gelb-schwarzer Glaube, schwere Riffs

vor 3 Minuten
4 Min. Lesezeit

Stryper bleiben auch auf ihrem 18. Studioalbum unverkennbar: schwere Gitarren, Michael Sweets hohe Stimme und eine christliche Botschaft ohne Umwege. Überraschungen sind selten, doch die stärksten Songs zeigen, wie gut diese Formel noch immer funktioniert.


Albumcover Throne Of Thorns - Stryper - Review

Tracklist:

1. Throne Of Thorns – 3:56

2. Here In Your Heart – 3:33

3. Falling – 3:38

4. I’m Alright (I’m Okay) – 3:26

5. Waiting For You – 4:02

6. Carry The Flame – 3:26

7. Hollywood – 3:38

8. Beautifully Broken – 3:47

9. Ashes To Roses – 4:02

10. Alone Again – 3:25

11. Shadowbreaker – 3:53



Veröffentlichungsdatum: 25. September 2026

Label: Frontiers Music Srl

Genre: Christian Metal / Heavy Metal / Hard Rock

Laufzeit: ca. 40:46 Min.



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Fazit der Redaktion:

„Throne Of Thorns“ ist ein gutes Stryper-Album, dessen größte Stärke gleichzeitig seine Grenze ist. Die Band weiß nach Jahrzehnten sehr genau, wie ihre Mischung aus Heavy Metal, großen Melodien und Glaubensbotschaft funktionieren soll.


Michael Sweet singt weiterhin beeindruckend, die Gitarren haben ordentlich Gewicht und mit „Here In Your Heart“, „Ashes To Roses“, dem Titeltrack und „Shadowbreaker“ gibt es mehrere klare Höhepunkte.


Etwas mehr Dynamik und Abwechslung hätten der Platte dennoch gutgetan.

Gerade „Beautifully Broken“ und „Ashes To Roses“ zeigen, wie viel interessanter Stryper werden, sobald nicht jeder Refrain maximal groß und jede Gesangslinie

maximal hoch sein muss.


Wer mit der kompromisslos christlichen Ausrichtung der Band nichts anfangen kann, wird auch hier kaum einen Zugang finden. Fans bekommen dagegen ein weiteres solides bis starkes Kapitel einer bemerkenswert konstanten Spätphase.



"Stryper bleiben auf „Throne Of Thorns“ ihrer bewährten Mischung aus schweren Riffs, großen Refrains und kompromissloser Glaubensbotschaft treu – stark gespielt, wenn auch nicht immer abwechslungsreich."



Was bekommen wir auf die Ohren?


Nach 18 Studioalben muss niemand mehr rätseln, was bei Stryper auf den Tisch kommt.


Michael Sweet singt hoch, die Gitarren stehen breit, die Chöre werden groß und die christliche Botschaft wird nicht hinter Metaphern versteckt.


„Throne Of Thorns“ macht daraus keinen Neuanfang.

Vielmehr setzt das Album jene erstaunlich harte Spätphase fort, mit der Stryper längst bewiesen haben, dass die alten Glam-Metal-Klischees nur einen Teil

ihrer Geschichte erzählen.


Das funktioniert über weite Strecken gut. Gleichzeitig wird die Routine gelegentlich hörbar. Wenn schweres Riff, hoher Gesang und großer Refrain mehrfach ähnlich aufeinanderfolgen, fehlt etwas Luft zwischen den Songs.


Starker Start mit bekannten Zutaten

Der Titeltrack „Throne Of Thorns“ eröffnet entsprechend druckvoll.

Erlösung, Schmerz und der Glaube als Weg aus der Dunkelheit treffen auf ein schweres Riff und Michael Sweet, der sofort in seinem typischen hohen Register unterwegs ist.

Der Refrain ist groß und hymnisch – Stryper pur.



Noch stärker ist „Here In Your Heart“.

Gott als innere Gegenwart und Licht in dunklen Zeiten bleibt thematisch vertraut, musikalisch wird die Nummer aber melodischer.

Gerade der Refrain gehört zu den besten der Platte.



„Falling“ hält das Niveau, bewegt sich allerdings bereits stärker innerhalb bekannter Muster. Schuld, Absturz und Rettung passen perfekt in den Stryper-Kosmos, nur hat man ähnliche melodische Bögen von der Band schon mehrfach gehört.


Viel Druck, manchmal etwas zu wenig Abwechslung

Mit „I’m Alright (I’m Okay)“, „Waiting For You“ und „Carry The Flame“ wird das besonders deutlich. Alle drei Songs funktionieren für sich. Selbstbehauptung, göttliche Führung, Hoffnung und das Bewahren des Glaubens werden mit kräftigen Gitarren und großen Refrains umgesetzt.


Im Albumfluss ähneln sich die Zutaten aber zunehmend. Vor allem Sweet singt häufig mit maximalem Druck. Dass er diese Höhen noch immer erreicht, ist beeindruckend

– über mehrere Songs hintereinander kann genau das aber auch etwas ermüden.


„Hollywood“ kommt deshalb zur richtigen Zeit.

Statt Metal-Druck gibt es stärker melodischen Hard Rock und einen Blick auf Ruhm, Träume und gebrochene Illusionen. Kein Höhepunkt, aber eine wichtige Abwechslung.


Wenn Stryper etwas Luft lassen

Noch besser funktioniert „Beautifully Broken“.

Der Song beschäftigt sich mit dem eigenen Zerbrochensein, ohne daraus Scham oder persönliches Versagen abzuleiten. Musikalisch wird es weicher, Sweet nimmt etwas Druck heraus und der Refrain wirkt gerade deshalb stärker.


Den besten Mittelweg findet anschließend „Ashes To Roses“.

Schmerz und Scham bilden hier nicht den Endpunkt, sondern den Ausgang für Veränderung und Hoffnung. Akustische Farben lockern den Sound auf, Sweet verbindet Kraft und Gefühl und der Refrain bleibt hängen, ohne wie die nächste Variation des bekannten Schemas

zu wirken.



Für mich ist das der stärkste Song des Albums – und gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, dass Stryper gar nicht ständig maximal schwer klingen müssen.


Zum Schluss noch einmal Vollgas

„Alone Again“ hält sich anschließend etwas zurück.

Einsamkeit und die Hoffnung, nicht endgültig allein zu bleiben, werden kompakt erzählt. Auch Sweets Stimme bekommt eine leicht andere Farbe,

was an dieser Stelle angenehm auffällt.


Mit „Shadowbreaker“ ziehen Stryper zum Abschluss noch einmal deutlich an.


Christus als Licht, das die Dunkelheit durchbricht

– eindeutiger kann die Botschaft kaum werden.


Musikalisch passt die Direktheit.

Mehr Tempo, rhythmisch etwas beweglicher und noch einmal ordentlich Gitarrendruck.

Kein subtiler Abschluss, aber ein ziemlich passender.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von CMM)

 

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