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Viper Queen – „Munich City Nights“ im Review

vor 17 Stunden
3 Min. Lesezeit

Zurück in die Münchner Rocknacht: Viper Queen feiern den Hardrock der späten Achtziger mit rauem Gesang, zweistimmigen Gitarren und viel Lokalstolz. Das Debüt besitzt starke Momente, folgt seinen Vorbildern aber noch sehr eng.


Albumcover Munich City Nights - Viper Queen - Review

Tracklist:

1. Undercover Lover – 4:26

2. Dealing With Fire – 4:09

3. Munich City Nights – 3:33

4. Locked Out – 3:29

5. Surrender To The Bite – 2:12

6. Call Of The Viper – 3:34

7. So Evil – 2:58

8. Black Thunder – 4:50

9. Lifetime Rebel – 3:55





Veröffentlichungsdatum: 23. Oktober 2026

Label: Pride & Joy Music

Genre: Melodic Hard Rock / Heavy Metal / Glam Metal

Laufzeit: 33:06 Minuten

Produktion: Sergej Dukart, Walzwerk Studios


Das Album „Munich City Nights“ bei JPC bestellen:



Fazit der Redaktion:

„Munich City Nights“ ist ein ehrliches Hardrock-Debüt einer Band, die genau weiß,

welche Ära sie liebt.


Viper Queen überzeugen mit rauem Gesang, guter Gitarrenarbeit und Songs, die auf einer kleinen, dicht gefüllten Clubbühne vermutlich noch besser funktionieren als auf Platte.


„Dealing With Fire“, „Call Of The Viper“, „Black Thunder“ und „Lifetime Rebel“ setzen die stärksten Akzente. Die neuen Stücke erreichen dieses Niveau noch nicht durchgehend, und einige Texte verlassen sich stark auf bekannte Verführungs-, Kampf- und Rebellenbilder.


Als Visitenkarte funktioniert das Album trotzdem:

kurz, energisch und ohne den Versuch, den klassischen Hardrock künstlich zu modernisieren. Für den nächsten Schritt darf Viper Queen den eigenen Charakter noch stärker herausarbeiten und der Münchner Handschrift mehr Platz geben.



„Mit ‚Munich City Nights‘ liefern Viper Queen ein raues,

energiegeladenes Hardrock-Debüt voller markanter Gitarren und echter Clubatmosphäre

– klassisch, direkt und ohne unnötigen Schnickschnack.“



Was bekommen wir auf die Ohren?


Viper Queen machen aus ihrer Liebe zum Hardrock der späten Achtziger kein Geheimnis. „Munich City Nights“ erinnert an eine Zeit, in der München ein wichtiger Treffpunkt der internationalen Rockszene war und die gleichnamigen Sampler vielen Fans als Wegweiser durch Hard Rock, Heavy Metal und Glam dienten.


Bandfoto Viper Queen 2026

Das 2019 gegründete Quintett setzt auf kräftige Riffs, harmonische Gitarrenleads und klassisch aufgebaute Soli. John Hall besitzt eine raue, dennoch ausreichend melodische Stimme, die besonders gut zu den härteren Stücken passt. Bassist Säsch Vegas und Schlagzeuger Tommy Dee halten die Songs geradlinig zusammen und sorgen dafür, dass das Album trotz seiner nostalgischen Ausrichtung genügend Druck entwickelt.


Bewährte Songs geben den Ton an

Die stärksten Stücke sind teilweise bereits von früheren Veröffentlichungen bekannt.

„Call Of The Viper“ und „Black Thunder“ stammen ursprünglich von der EP

„Surrender To The Bite“, „Lifetime Rebel“ erschien 2022 als Single und „Dealing With Fire“ folgte 2024. Für das Album wurden alle vier Titel neu eingespielt oder überarbeitet.


Gerade diese Songs besitzen die griffigsten Refrains und geschlossensten Arrangements. „Call Of The Viper“ verbindet Bandmythologie, einen starken Gruppenrefrain und eine schlüssige Dramaturgie. „Black Thunder“ wirkt schwerer und breiter, während

„Lifetime Rebel“ das Album mit einer klassischen Liebeserklärung an

Freiheit und Rock ’n’ Roll überzeugend beendet.


Eine Hymne für München

„Dealing With Fire“ ist als Sport- und Stadthymne angelegt. Kampfgeist, Mannschaftsfarben und die Verbundenheit mit München stehen im Mittelpunkt. Die Gaststimmen von Eishockeyspieler Konrad Abeltshauser und Stadionsprecher Wolfgang Dittrich verleihen dem Refrain den gewünschten Tribünencharakter.



Der Song ist bewusst einfach aufgebaut, erfüllt seinen Zweck aber ausgesprochen gut. Gerade live dürfte die Mischung aus direktem Rhythmus, Gruppenrufen und leicht erfassbarem Refrain schnell zünden.


Auch der Titelsong setzt auf Lokalgefühl.

„Munich City Nights“ betrachtet die Stadt weniger aus einer gegenwärtigen Perspektive, sondern als Erinnerungsort einer vergangenen Rockära. Nachtleben, Leder, laute Musik und die Aussicht auf eine lange Party bestimmen das Bild. Der Refrain bleibt hängen, musikalisch bewegt sich der Song jedoch sehr nah an bekannten Genreformeln.



Zwischen Clubrock und vertrauten Bildern

„Undercover Lover“ eröffnet das Album mit einer gefährlichen Beziehung, Rettungsversprechen und unterschwelliger Bedrohung. Halls Stimme passt gut zur Stimmung, während der geteilte Titelruf den Refrain prägt.

Text und Arrangement wirken allerdings noch etwas unentschlossen.



„Locked Out“ erzählt von Verlangen, Zurückweisung und einem verschlossenen Herzen.

Der Refrain ist eingängig, wird aber sehr häufig wiederholt.


Das instrumentale „Surrender To The Bite“ schafft anschließend eine düstere, räumlichere Atmosphäre und funktioniert vor allem als Vorbereitung auf „Call Of The Viper“.


Mit „So Evil“ wird es noch einmal kürzer und aggressiver. Die Kampf- und Championbilder bleiben textlich schlicht, als schneller Clubsong funktioniert die Nummer dennoch.


Druckvoll, aber wenig dynamisch

Die Produktion ist sauber, laut und kompakt. Gitarren, Schlagzeug und Gesang stehen beinahe durchgehend unter Druck. Das sorgt für unmittelbare Energie, nimmt einzelnen Songs aber etwas von ihrer möglichen Größe.


Besonders „Call Of The Viper“ und „Black Thunder“ hätten von mehr Luft zwischen den Instrumenten profitiert. „Locked Out“ besitzt etwas mehr Bewegung, während

„Surrender To The Bite“ deutlich räumlicher klingt.


Insgesamt passt der druckvolle Sound zur Band, könnte aber dynamischer abgestuft sein.



Kontakt:


(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von GerMusica PR)

 

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