Voodoo Highway – The Satan Inqviesta – Review: Okkulter Classic Hard Rock mit Hammond, Riffs und viel Spielfreude
Nach neun Jahren Studiopause kehren Voodoo Highway mit einem Album zurück, das klassischen Hard Rock mit düsteren Geschichten, literarischen Bildern und einer ordentlichen Portion Siebziger-Flair verbindet. „The Satan Inqviesta“ lebt von starken Melodien, organischem Sound und hörbarer Spielfreude.

Tracklist:
1. October’s Rust – 3:48
2. Drive Me Down In Your Love – 4:00
3. Space Invaders – 5:04
4. Serpent’s Choir – 3:35
5. A Song Of May – 4:25
6. 60k Degrees – 2:58
7. The Satan Inqviesta – 3:52
8. Your Love Is Such A Tease – 3:18
9. The Lord Of Flies – 3:18
Veröffentlichungsdatum: 18. September 2026
Label: Pride & Joy Music
Genre: Classic Hard Rock
Laufzeit: 34:18 Min.
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Fazit der Redaktion:
Mit „The Satan Inqviesta“ gelingt Voodoo Highway ein rundum gelungenes Comeback.
Die Band verbindet klassischen Hard Rock mit düsteren Geschichten, starken Melodien und einer Atmosphäre, die weit über nostalgische Retro-Rock-Klänge hinausgeht.
Hammond-Orgel, kraftvolle Gitarren und eine hörbare Liebe zum klassischen Rock bilden das Fundament eines Albums, das zwar keine Revolution auslöst, aber durch Charakter, Spielfreude und abwechslungsreiches Songwriting überzeugt.
Fans von Deep Purple, Rainbow oder Rival Sons sollten hier definitiv ein Ohr riskieren.
"Voodoo Highway feiern ihr Comeback mit starken Riffs und jeder Menge Siebziger-Charme."
Was bekommen wir auf die Ohren?
Neun Jahre nach ihrem letzten Studioalbum melden sich Voodoo Highway zurück.
Statt modernen Trends hinterherzulaufen, setzen die Italiener weiterhin auf genau jene Zutaten, die ihren Sound schon immer ausgezeichnet haben:
kernige Gitarrenriffs, eine präsente Hammond-Orgel und eine warme Produktion, die den Geist der großen Hard-Rock-Alben der Siebziger atmet.
Einflüsse von Deep Purple, Rainbow, Uriah Heep oder auch moderneren Vertretern wie The Answer und Rival Sons sind dabei jederzeit hörbar.
Trotzdem wirkt „The Satan Inqviesta“ nie wie eine bloße Kopie seiner Vorbilder.
Die Band besitzt genügend Eigenständigkeit, um den klassischen Klang mit einer ganz eigenen Atmosphäre zu verbinden.
Zwischen Okkultismus, Rock'n'Roll und schwarzem Humor
Schon der Opener „October's Rust“ führt direkt in die Welt des Albums. Herbstliche Bilder, religiöse Symbolik und dunkle Versuchungen treffen auf druckvollen Classic Rock und schaffen sofort die passende Stimmung.
Mit „Drive Me Down In Your Love“ folgt eine klassische Rockgeschichte über Liebe, Sehnsucht und Selbstaufgabe, bevor „Space Invaders“ das Album in eine völlig andere Richtung lenkt. Der Song verbindet Science-Fiction, Verschwörungstheorien und augenzwinkernden Retro-Charme mit einem der eingängigsten Refrains der Platte.
Auch „Serpent's Choir“ spielt mit religiösen Symbolen und Versuchung, ohne dabei ins Klischee abzurutschen. Statt plumper Provokation setzen Voodoo Highway auf Atmosphäre und erzählen ihre Geschichten mit einem feinen Gespür für Dramaturgie.
Mehr Tiefgang als zunächst erwartet
Besonders gelungen ist „A Song Of May“, das sich deutlich von den übrigen Songs abhebt. Statt Okkultismus oder Rock'n'Roll stehen hier Erinnerungen, Vergänglichkeit
und der Verlust vertrauter Orte im Mittelpunkt.
Gerade diese ruhigeren Momente verleihen dem Album zusätzliche Tiefe.
Mit „60k Degrees“ wird es anschließend überraschend ernst. Krieg, Schuld und nukleare Bedrohung bilden den inhaltlichen Kern des Songs und sorgen für einen deutlichen Bruch innerhalb der ansonsten eher mystischen Grundstimmung. Gerade dadurch entwickelt das Album mehr Facetten, als der Titel zunächst vermuten lässt.
Der Titelsong „The Satan Inqviesta“ greift den augenzwinkernden Charakter schließlich wieder auf. Die Idee eines Teufels, der als Ermittler menschliche Sünden untersucht, ist originell umgesetzt und passt hervorragend zur leicht theatralischen Ausrichtung der Band.
Klassischer Hard Rock mit viel Spielfreude
Musikalisch überzeugen Voodoo Highway vor allem durch ihre Lockerheit.
Die Songs wirken nie überladen, sondern leben von starken Riffs, markanten Hammond-Klängen und einer Rhythmusgruppe, die den klassischen Hard-Rock-Groove jederzeit glaubwürdig transportiert.
Produzent Eddy Cavazza verzichtet bewusst auf übertriebene Effekte und lässt den Instrumenten genügend Raum zum Atmen. Dadurch klingt das Album angenehm organisch und authentisch – fast so, als wäre es direkt in den Siebzigern aufgenommen worden, allerdings mit den Möglichkeiten einer modernen Produktion.
Mit knapp 34 Minuten bleibt „The Satan Inqviesta“ angenehm kompakt.
Kein Song wirkt überflüssig, und gerade diese Konzentration auf das Wesentliche sorgt dafür, dass das Album bis zum letzten Titel frisch bleibt.
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