Lion's Share – Dark Hours – (Re)Review: Ein schwedischer Heavy-Metal-Klassiker kehrt zurück
- Redaktion

- vor 3 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Siebzehn Jahre nach der Erstveröffentlichung erscheint „Dark Hours“ erstmals auf Vinyl. Das Album hat nichts von seiner Wucht verloren und zeigt eindrucksvoll, warum Lion's Share Ende der 2000er zu den stärksten Vertretern des melodischen Heavy Metal gehörten.

Tracklist:
1. Judas Must Die – 3:38
2. Phantom Rider – 3:53
3. Demon In Your Mind – 3:21
4. Heavy Cross To Bear – 4:58
5. The Bottomless Pit – 3:49
6. Full Metal Jacket – 3:12
7. The Presidio 27 – 3:58
8. Barker Ranch – 3:40
9. Napalm Nights – 4:16
10. Space Scam – 3:59
11. Behind The Curtain – 5:19
Veröffentlichungsdatum: 28. August 2026
Label: Metalville
Genre: Heavy Metal / Melodic Heavy Metal
Laufzeit: ca. 44:03 Min.
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Fazit der Redaktion:
Wer auf ein komplett neues Klangbild gehofft hat, dürfte enttäuscht werden.
Die Neuauflage versteht sich nicht als Neuinterpretation, sondern macht das Original
wieder zugänglich.
Jens Bogrens Mix klingt noch immer druckvoll und transparent. Die Gitarren besitzen ordentlich Druck, der Bass bleibt jederzeit präsent und Johanssons Stimme sitzt genau dort, wo sie hingehört. Gerade weil auf übertriebene Nachbearbeitung verzichtet wurde, wirkt „Dark Hours“ auch heute noch angenehm natürlich.
Die Neuauflage ist deshalb weit mehr als ein nostalgischer Blick zurück – sie bringt ein Album zurück ins Rampenlicht, das auch siebzehn Jahre nach seiner Erstveröffentlichung erstaunlich frisch klingt.
"Die Neuauflage bringt einen schwedischen Metal-Klassiker verdient zurück."
Was bekommen wir auf die Ohren?
Es gibt Platten, die nach einigen Jahren fest in ihrer Zeit verankert wirken.
Andere legt man auf, und sie funktionieren noch genauso wie damals.
„Dark Hours“ gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Als Lion's Share das Album 2009 veröffentlichten, war melodischer Heavy Metal längst kein Trend mehr. Trotzdem gelang der Band ein Werk, das weder altmodisch noch anbiedernd klang. Heute, siebzehn Jahre später, fällt vor allem auf, wie geradlinig und selbstbewusst die Songs geschrieben sind. Keine unnötigen Spielereien, keine künstliche Härte – einfach klassischer Heavy Metal, der weiß, was er sein will.
Die Neuauflage bietet deshalb weit mehr als nostalgischen Sammlerwert.
Sie erinnert daran, wie gut dieses Album tatsächlich gealtert ist.
Ein Einstieg, der sofort zündet
Schon „Judas Must Die“ macht keine Gefangenen. Das Riff sitzt, der Refrain bleibt hängen und Nils Patrik Johansson ist sofort präsent. Seine Stimme erinnert stellenweise
an Ronnie James Dio, wirkt aber nie wie eine bloße Kopie.
Dafür bringt er genug Eigenständigkeit und Charakter mit.
Auch „Phantom Rider“ und „Demon In Your Mind“ halten das Niveau mühelos.
Die Gitarren arbeiten präzise, die Melodien bleiben eingängig und trotzdem verliert die Band nie den nötigen Biss. Gerade „Demon In Your Mind“ zeigt sehr schön, wie selbstverständlich Lion's Share Härte und Melodie miteinander verbinden.
Mit „Heavy Cross To Bear“ verändert sich die Dynamik. Der Song nimmt etwas Tempo heraus und gewinnt gerade dadurch an Gewicht. Statt Geschwindigkeit stehen Atmosphäre und Spannung im Mittelpunkt. Es ist einer dieser Titel, die beim zweiten oder dritten Durchlauf oft noch besser funktionieren als beim ersten.
Druckvoll, aber nie überladen
In der zweiten Albumhälfte hält die Band das Niveau weitgehend konstant.
„Full Metal Jacket“ bringt den klassischen Heavy-Metal-Groove auf den Punkt, während „The Presidio 27“ etwas mehr Atmosphäre zulässt.
„Barker Ranch“ gehört mit seinem markanten Refrain ebenfalls zu den stärkeren Songs der Platte. Lediglich „Napalm Nights“ fällt im direkten Vergleich etwas ab. Der Song funktioniert zwar ordentlich, erreicht aber nicht ganz die Intensität der besten Momente des Albums.
Den Abschluss übernimmt „Behind The Curtain“, das mit seinem Aufbau und dem Gastsolo von Michael Romeo noch einmal ein Ausrufezeichen setzt. Der Song wirkt wie ein würdiger Schlusspunkt eines Albums, das bis zuletzt konzentriert bleibt.
Kontakt:
(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von Flying Dolphin Entertainment UG)





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