Metalite - „Discovery“ Review
Neon, Doublebass und Sci-Fi-Drama: Metalite treiben ihren futuristischen Melodic Metal weiter in Richtung digitale Oper.

Tracklist:
1. Our Time Has Come
2. In Case Of Emergency
3. Into The Maze
4. Cyberspace
5. The Metal Elite
6. Neon Rain
7. Echoes Of You
8. Starchild
9. Wings Of Fire
10. Captive In The Past
11. Supremacy Of One
12. Triforce
Veröffentlichungsdatum: 25. September 2026
Label: Perception / Reigning Phoenix Music
Genre: Melodic Metal / Modern Power Metal / Symphonic Metal
Laufzeit: ca. 46:27 Min.
Das Album „Discovery“ bei JPC bestellen:
Alternativ im RPM Shop erhältich
Fazit der Redaktion:
„Discovery“ ist ein starkes Metalite-Album mit klarer Sci-Fi-Handlung, viel melodischem Druck und einer Produktion, die genau weiß, wie diese Band klingen muss. Nicht jeder Song verlässt die vertraute Umlaufbahn, aber die Platte hält ihr Niveau und liefert genau das, was Fans von modernem, elektronisch gefärbtem Melodic Metal erwarten.
Besonders „Our Time Has Come“, „In Case Of Emergency“, „Neon Rain“, „Echoes Of You“, „Starchild“ und „Supremacy Of One“ zeigen Metalite in sehr guter Form.
Wer große Refrains, futuristische Atmosphäre, Synth-Glanz und Power-Metal-Energie mag, bekommt hier einen sicheren Treffer.
"Zwischen Sternen, Synths und großen Refrains: Discovery zeigt Metalite in starker Form
und macht modernen Melodic Metal zum futuristischen Abenteuer."
Was bekommen wir auf die Ohren?
Schnelle Gitarren, helle Synths, große Refrains und Science-Fiction als große Bühne gehören fest zu Metalite-DNA.
„Discovery“ knüpft direkt an „Expedition One“ an und führt die Geschichte ins Jahr 2058.
Die Menschheit hat die sterbende Erde verlassen, eine neue Kolonie gegründet und sich über das System EQL1PSE digital miteinander verbunden.
Natürlich bleibt diese schöne neue Ordnung nicht lange stabil. Erinnerungen verschwinden, die Technik kippt, und aus Fortschritt wird wieder Gefahr. Das ist kein kleines Konzept, sondern genau die Art futuristischer Erzählung, in der Metalite sich wohlfühlen.
Die Band denkt groß, bunt und dramatisch, aber immer mit dem Ziel, daraus
eingängige Songs zu bauen.
Neonlicht mit Gitarrendruck
„Our Time Has Come“ eröffnet das Album mit viel Tempo, Eurodance-Schimmer
und Power-Metal-Schub.
Das ist sehr Metalite: grell, eingängig, fast überdreht, aber mit genug Gitarrenhärte unter der glänzenden Oberfläche. Der Song setzt den Ton sofort und macht klar, dass „Discovery“ nicht lange wartet, bis die Maschinen hochfahren.
„In Case Of Emergency“ arbeitet schwerer und kompakter.
Der Groove ist griffiger, Erica Ohlsson steht stark im Vordergrund, und die Botschaft von Beistand in der Krise kommt ohne große Umwege an. Gerade dieser Song zeigt, dass Metalite nicht nur futuristische Kulissen bauen, sondern ihre melodischen Ideen auch emotional landen lassen können.
Im digitalen Labyrinth
„Into The Maze“ führt tiefer in die Albumhandlung.
Die digitalen Labyrinth-Bilder aus den Liner Notes hört man dem Stück an: verschachteltere Synthflächen, viel Bewegung und ein leicht gehetzter Puls. Der Song wirkt wie ein Schritt hinein in eine Welt, in der Kontrolle nur noch eine Illusion ist.
„Cyberspace“ ist danach der elektronischste Moment der ersten Albumhälfte.
Hier lehnen sich Metalite weit in ihre Trance- und Dance-Metal-Seite hinein. Das kann man kitschig finden, aber es gehört zur Identität dieser Band. Metalite verstecken ihre Neonfarben nicht. Sie drehen sie eher noch heller, bis alles flimmert.
Hymnen und Schatten
„The Metal Elite“ ist der klassische Szenen-Schlachtruf.
Der Titel ist nicht sonderlich subtil, der Song dafür griffig und live-tauglich. Solche Nummern funktionieren bei Metalite, weil die Band genau weiß, wie man einen Refrain baut,
der schnell hängen bleibt.
„Neon Rain“ bringt anschließend mehr Atmosphäre ins Album und wirkt etwas melancholischer. Gerade hier zeigt sich, dass „Discovery“ nicht nur aus Hochglanz-Hymnen besteht. Unter den Synths liegt immer wieder eine leichte Dystopie, ein Gefühl von künstlichem Licht über einer Welt, die noch längst nicht gerettet ist.
Einer der stärksten Momente
„Echoes Of You“ gehört zu den besten Songs der Platte.
Metalite nehmen etwas Druck heraus und geben Erica Ohlsson mehr emotionalen Raum. Der Song wirkt wie ein Blick zurück auf das, was in dieser Zukunft verloren gegangen ist: Menschen, Erinnerungen, vielleicht auch ein Stück der eigenen Identität.
„Starchild“ dreht danach wieder auf und bringt die hoffnungsvollere Seite der Erzählung ins Spiel. Kurz, hell, direkt und mit einem Refrain, der sofort ins Metalite-Regal passt.
„Wings Of Fire“ hält die Energie hoch, wirkt aber etwas vertrauter. Solche Hymnen kann die Band beinahe im Schlaf schreiben, und genau darin liegen Stärke und Risiko zugleich.
Vergangenheit als Last
„Captive In The Past“ ist spannender, weil der Song die Vergangenheit nicht nur als Erinnerung behandelt, sondern als Gewicht.
Das passt gut zum Albumkonzept: Selbst im futuristischen Setting hängen die Figuren an alten Fehlern, Ängsten und Schuldgefühlen.
Metalite geben dem Stück genug Drama, ohne es völlig zu überladen.
„Supremacy Of One“ gehört zu den härteren und dichter arrangierten Tracks.
Gitarren und Keyboards stehen enger beieinander, der Song hat mehr Druck und wirkt weniger leichtfüßig als viele Stücke zuvor.
„Triforce“ beendet das Album schließlich mit allem, was Metalite ausmacht:
Tempo, Synth-Glanz, helle Melodie, Videospiel-Flair und Power-Metal-Auftrieb.
Als Schlussstück passt das gut, weil es die Platte nicht in Dunkelheit entlässt,
sondern in Bewegung.
Sauberer Sound, viel Glanz
Jacob Hansens Mix gibt „Discovery“ die nötige Klarheit.
Bei dieser Art Metal kann schnell alles zu viel werden:
Synthflächen, Chöre, Doublebass, Gitarren, Effekte.
Hier bleibt der Sound druckvoll und sauber getrennt, ohne kalt zu wirken.
Erik Junttila Johansson bringt am Schlagzeug zusätzliche Präzision,
während Erica Ohlsson das Album mit sicherer Stimme trägt.
Wer die Mischung aus Power Metal, Elektronik und Sci-Fi-Pathos schon früher zu glatt fand, wird hier vermutlich nicht komplett umgestimmt.
Manche Refrains sind eher effektiv als überraschend, und ein bisschen mehr Schmutz hätte dem Hochglanzsound an einzelnen Stellen gutgetan.
Trotzdem wirkt das Album geschlossen, weil Geschichte, Klangbild und Songauswahl sauber ineinandergreifen.
Kontakt:
(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von All Noir)
In diesem Beitrag sind Affiliate-Links enthalten. Wenn ihr darüber einkauft, unterstützt ihr norush-webzine.com.
Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten.






Kommentare