WASTED WIZARDS – „Wake Up Dead“ Review: Zwischen Rockstarträumen und dunklen Gedanken
Fünf Songs, knapp 15 Minuten und erstaunlich viele Richtungen: Wasted Wizards verbinden auf ihrer Debüt-EP Sleaze und modernen Hard Rock mit Emo-Einflüssen.

Tracklist:
1. Wake Up Dead – 3:08
2. Wannabe Rockstar – 3:04
3. The Story Goes... – 2:23
4. My Oh My – 2:49
5. WTF – 3:08
Veröffentlichungsdatum: 16. Oktober 2026
Genre: Modern Hard Rock / Sleaze Rock / Emo Rock
Laufzeit: 14:34 Min.
Fazit der Redaktion:
„Wake Up Dead“ ist keine fertige Standortbestimmung –
für eine Debüt-EP ist das aber völlig in Ordnung.
Wasted Wizards können mit „Wannabe Rockstar“ und „My Oh My“ die Sleaze-Rock-Seite bedienen. Spannender wirkt die Band aber bei „Wake Up Dead“, „The Story Goes...“ und „WTF“, wenn hinter den Gitarren dunklere Gedanken, Unsicherheit und Verletzlichkeit auftauchen.
Noch hört man bekannte schwedische Hard-Rock-Vorbilder ziemlich deutlich, und auch
Leo Mårtenssons Stimme darf künftig noch mehr Eigenfarbe entwickeln.
Gleichzeitig wirken die fünf Songs ehrlich, kompakt und frei von unnötigem Studioballast.
Wenn Wasted Wizards die Energie ihrer Rockseite künftig stärker mit der emotionalen Offenheit des Titeltracks verbinden, könnte daraus ein ziemlich eigener Sound entstehen.
"Fünf Songs zwischen Rockstarträumen, Beziehungsfrust und Selbstzweifeln:
Besonders „Wake Up Dead“ und „WTF“ zeigen, welches Potenzial in der jungen Band steckt."
Was bekommen wir auf die Ohren?
Wasted Wizards tun auf ihrer Debüt-EP nicht so, als hätten sie ihren endgültigen Sound bereits gefunden. Die fünf Stücke springen zwischen Sleaze, Street Rock, Emo und modernem Hard Rock hin und her.
Zusammengehalten wird das vor allem von Sam Mårtenssons Gitarrenarbeit. Die Riffs sind direkt, die Soli kurz und melodisch. Leo Mårtensson besitzt dazu eine junge, noch nicht völlig ausgereizte Stimme, die gerade den verletzlicheren Songs eine
glaubwürdige Unmittelbarkeit gibt.
Die Produktion bleibt laut und kompakt, aber angenehm ungeschliffen.
Für diese Band passt das besser als perfekter Hochglanz.
Von dunklen Gedanken zu Rockstarträumen
Der Titelsong „Wake Up Dead“ ist gleich der stärkste Hinweis darauf, wo das größte Potenzial liegt. Nach einer gescheiterten Beziehung steigern sich Einsamkeit und Verlust bis in sehr dunkle Gedanken. Musikalisch bleibt der Song dagegen in Bewegung:
breite Gitarren, ein großer Refrain und ein klassisches Rocksolo verhindern,
dass daraus reine Emo-Schwere wird.
„Wannabe Rockstar“ wechselt anschließend komplett die Perspektive.
Hier geht es um den Traum, aufzubrechen, etwas Großes zu schaffen und dabei auch einen möglichen Absturz zu riskieren. Der schmutzigere schwedische Street-Rock-Einschlag passt gut, auch wenn die Vorbilder noch deutlich hörbar sind.
Mit nur 2:23 Minuten ist „The Story Goes...“ die knappste Nummer.
Liebe, Ablehnung und der Wunsch, aus einer schmerzhaften Beziehung zu verschwinden, werden ohne Umwege erzählt. Gerade weil der Refrain nicht endlos wiederholt wird,
bleibt die Wirkung erhalten.
Sleaze zwischendurch, Selbstzweifel zum Schluss
„My Oh My“ ist der klassische Sleaze-Moment der EP.
Verführung, Kontrollverlust und freiwillige Unvernunft treffen auf einen kompakten Gitarrensound und einen schnell greifbaren Refrain. Das macht Spaß, wirkt neben den persönlicheren Songs aber etwas gewöhnlicher.
Interessanter ist „WTF“.
Der Text beginnt mit Selbstvorwürfen und der Frage, warum ständig alles schiefläuft.
Erst am Ende kippt die Perspektive:
Vielleicht liegt das Problem nicht ausschließlich bei einem selbst.
Die nervösen Strophen und der direkte Refrain passen hervorragend zu dieser inneren Unruhe. Damit beendet die Band ihre erste EP nicht mit einer Partyhymne, sondern mit Selbstzweifel und einem ersten Moment von Widerstand.
Neben dem Titeltrack ist das der Song,
der am meisten neugierig auf die weitere Entwicklung macht.
Kontakt:
(Mit freundlicher Unterstützung und Bereitstellung des Pressematerials von Scream For Existence)






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