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In Extremo - 30 Jahre Festivalbericht - Die Bands - Tag 1

Aktualisiert: 14. Okt.

Prolog, Metaklapa, Schandmaul, Faun, Feuerschwanz


festivalplakat 30 Jahre In Extremo


Prolog – Ein Ort wie aus einer Legende

Vom 4. bis 6. September 2025 feierten In Extremo ihr 30-jähriges Bandjubiläum an einem Ort, der dafür wie geschaffen scheint: der legendären Freilichtbühne Loreley.

Hoch über dem Rhein, eingerahmt von steilen Hängen und uralten Bäumen, wurde die malerische Kulisse zum Bühnenbild einer Zeitreise und zur Heimat für drei Nächte, in denen Musik, Feuer, Geschichte und Gemeinschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis verschmolzen.


Kein Zufall: Schon das 20-jährige Jubiläum hatte hier stattgefunden. Nun, zehn Jahre später, kehrte die Band an diesen magischen Ort zurück – dort, wo Mythen atmen und Melodien über das Rheintal tragen. Wer 2025 auf die Mauer stieg, blickte weit über die Landschaft – und mit etwas Glück bis hinüber zur berühmten Loreley-Statue.

Unten im Halbrund: ein Amphitheater, das Klang trägt, Emotionen bündelt und Blicke lenkt.


Thomas Jensen führt durchs Wochenende


Den formvollendeten Auftakt lieferte Thomas Jensen (u. a. Wacken Open Air)

trocken, charmant, präzise. Mit nordischer Ruhe und feinem Humor führte er durch das Wochenende, kündigte jede Band persönlich an, streute kleine Anekdoten und Fakten ein, und schürte dabei geschickt die Vorfreude auf das, was kommen sollte.


festivalopen 1
In Extremo - 30 Jahre - Festivaleröffnung am 04. September 2025

Pünktlich um 15:15 Uhr fiel am Donnerstag der Startschuss – die ersten besonderen Klänge erfüllten die Luft über der Loreley, und das Publikum wusste: Jetzt geht es los.


Warm-up mit Metaklapa

Metaklapa 1

Mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Metal und dalmatinischem Klapa-Gesang eröffneten Metaklapa das Festival – eine Kombination, die man in dieser Form selten hört. Der rein vokale Sound, getragen von präziser Mehrstimmigkeit,

füllte das Amphitheater mit einem ganz eigenen Zauber.


Ihre Interpretation von Iron Maidens „Aces High“ war kaum wiederzuerkennen – und genau das machte ihren Auftritt so faszinierend. Bekannte Melodien bekamen eine neue Seele, eine unerwartete Tiefe.


Besonders beeindruckend war die Premiere ihres eigenen „Ave Maria“, eine Hommage an In Extremo, die das Publikum spürbar bewegte. Spätestens bei „Run to the Hills“ war der Bann vollständig gebrochen: Standing Ovations und begeisterte Gesichter zeigten, dass Metaklapa das Publikum mit einem ungewöhnlichen,

aber meisterhaften Auftritt für das Wochenende eingestimmt hatten.


Metaklapa 2



Schandmaul – Eine Stunde pure Festivalfreude

Schandmaul 1

Nur kurze Zeit später, um 16:10 Uhr, betraten Schandmaul die Bühne – eine Woche, bevor sie selbst ihr eigenes Folkfield Festival feiern würden. Moderator Thomas Jensen kündigte sie mit einem Augenzwinkern an: „Von einem Festival zum nächsten.“


Mit „Königsgarde“ eröffnete die Band ihren energiegeladenen Auftritt. Till Herence fügte sich nicht nur stimmlich, sondern auch charakterlich perfekt ein und verlieh den Songs eine frische, authentische Note. Besonders bei „In der Hand“ zeigte sich, dass Schandmaul nichts von ihrem Charme verloren haben – im Gegenteil, sie klingen lebendiger denn je.


Schandmaul 2

Das Publikum feierte ausgelassen, als sich ein improvisierter „Tatzelwurm“ durch die Arena schlängelte – eine humorvolle Reminiszenz an alte Zeiten.

Die Freundschaft zwischen Schandmaul und In Extremo wurde mehrfach betont;

sogar Erinnerungen an gemeinsame Videodrehs wurden wach.


Bei Hymnen wie „Tafelrunde“, „Teufelsweib“ und „Knüppel aus dem Sack“ sang die Loreley geschlossen mit. Der Abschluss mit „Walpurgisnacht“ ließ das Publikum in den Armen liegen – kein Moshpit, keine Showeinlage, nur ehrliche Verbundenheit.

Manchmal sind die leisen Gesten die lautesten.


Schandmaul 3



Faun – Magie in der Abendluft

Faun 1

Direkt im Anschluss zogen Faun das Publikum in ihre mystische Klangwelt.

Mit „Baldur“ eröffneten sie ihren Auftritt, und sofort legte sich eine fast feierliche Stimmung über die Loreley. Zwischen Harfen, Drehleiern und sanft pulsierenden Percussions verschmolzen Mittelalter, Folk und moderne Klangästhetik zu einer zauberhaften Einheit.


Mit „Nacht des Nordens“, „Walpurgisnacht“ und der neuen Single „Nimue“ verneigten sich Faun nicht nur musikalisch vor In Extremo, sondern auch mit ehrlichen Worten der Anerkennung. Ihre Botschaft war klar:

Drei Jahrzehnte treu zu sich selbst zu bleiben, sei eine Kunst, die man feiern müsse.


Mit „Wenn wir uns wiedersehen“ verabschiedeten sich Faun, ein Versprechen,

das über den letzten Ton hinaus nachhallte.


Faun 2



Feuerschwanz – Die Party eskaliert

Als Nächstes betraten die selbsternannten „Jungspunde der Geburtstagsfeier“ die Bühne: Feuerschwanz.


Thomas Jensen kündigte sie lachend an:

„Die waren noch im Kindergarten, als In Extremo gegründet wurden.“


Feuerschwanz 1

Was dann folgte, war eine pyrotechnische Explosion.

Ein lauter Knall, gewaltige Feuerstöße – und die Band stürzte sich mit „Memento Mori“ direkt in ihr Set. Mit Fahnen, auf denen „Siegfried Dragonslayer“ prangte, feierten sie den Metal in Reinform. Das Publikum tobte zu „Untot im Drachenboot“, bei dem Flammenwerfer, Schilde und Äxte zum Einsatz kamen.


Beim „Knightclub“ forderte die Band die Menge auf, sich hinzuknien, „weil der Knightclub eine Etage tiefer liegt“ – die gesamte Arena folgte lachend. Der „große Schw***vergleich“ bei „Ultima Nocte“ wurde zu einem lautstarken Schlagabtausch zwischen den Tribünenseiten, bei dem niemand stillstehen konnte.


Feuerschwanz 2

Auch der traditionelle „Schubsetanz“ bekam auf der Loreley seine eigene Dynamik – auf den Stufen entstanden viele kleine Mini-Moshpits, in denen sich die Fans ausgelassen in den Armen lagen.


Zum Abschluss widmeten Feuerschwanz das „11. Gebot“ ihren Gastgebern In Extremo. Schwarz-weiße Tücher tanzten durch die Luft, ehe ein letzter Knall die Show beendete.

Pure Ekstase – und ein würdiger Abschluss für den ersten Festivalabend.


Feuerschwanz 3



Ein exklusiver Bericht als Ausdruck unserer Wertschätzung für drei Jahrzehnte voller Musik, Leidenschaft und unerschütterlicher Gemeinschaft.


(Seasons in Black, Ye Banished Privateers, Manntra, Fiddler´s Green,

Versengold und Eisbrecher)


(Rauhbein, Tanzwut, Dritte Wahl, Clawfinger, Wind Rose, ASP, inkl. Epilog)


(alles kompakt verlinkt)



An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an Dirk Verseck und das gesamte Headline Concerts-Team – für eine Organisation, die schlicht perfekt war. Besser hätte man dieses Jubiläum nicht auf die Beine stellen können!


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